von Jörg Bernhard
Das Comeback des gelben Edelmetalls vor dem Wochenende überraschte viele Marktakteure positiv, schließlich hat weder die US-Notenbank Fed noch die Europäische Zentralbank die Hoffnung auf geldpolitische Lockerungsmaßnahmen erfüllt. Offensichtlich greift das Argument: „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. In der laufenden Woche stehen wichtige Konjunkturindikatoren aus China zur Bekanntgabe an. Weil sich die chinesische Inflationsrate im Laufe dieses Jahres glattweg halbiert hat, wächst auch hier die Hoffnung, dass die Notenbank Maßnahmen zum Stimulieren der Wirtschaft ergreifen könnte.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,50 auf 1.612,80 Dollar pro Feinunze.
Kupfer: Charttechnische Hochspannung
Die Daten zur chinesischen Wirtschaft werden auch am Kupfermarkt mit großer Spannung erwartet, schließlich gelten die Chinesen auch bei diesem Industriemetall als weltweit wichtigste Nachfragemacht. Kupfer wird im Allgemeinen eine besonders starke Abhängigkeit von der Konjunktur attestiert. Doch nicht nur die anstehenden Konjunkturdaten, auch die charttechnische Situation stellt sich bei Kupfer gegenwärtig ausgesprochen spannend dar. Höchste Priorität hat unter diesem Aspekt das Verteidigen der bei 7.300 Dollar verlaufenden Unterstützungszone. Als nächste wichtige „Hausnummer“ wäre die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Dollar zu nennen.
Am Montagnachmittag zeigte sich der Kupferpreis an der US-Terminbörse Comex mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf High Grade Copper um 0,155 auf 3,3520 Dollar pro Pfund.
Bildquellen: Julian Mezger