von Jörg Bernhard
EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny sieht Argumente, den europäischen Rettungsschirm mit einer Banklizenz auszustatten. Der Jubel der Goldfans folgte ihm auf den Fuß. Wildes und unkontrolliertes Gelddrucken würde nämlich Anlegern neue Kaufargumente für Gold liefern. Der Juli verlief mit Blick auf die Schwankungen des Goldpreises bislang relativ ruhig. Sowohl die spekulativen Marktkräfte, die sich in erster Linie an den Terminmärkten tummeln, als auch die langfristig orientierten Investoren, die physisch besicherte ETFs präferieren, warten derzeit die weitere Entwicklung ab. Die Diskussion um Spanien und Griechenland sowie der herabgestufte Ausblick für Deutschlands Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody`s zeigt auf, dass Gold in diesen hochgradig unsicheren Zeiten eine Überlegung wert sein sollte. Noch hat sich die breite Masse der Bevölkerung nicht übermäßig stark mit dem gelben Edelmetall eingedeckt. Der Charakter einer Blase dürfte derzeit eher bei deutschen und US-Staatsanleihen und weniger bei Gold vorliegen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.50 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 27,90 auf 1.604,10 Dollar pro Feinunze.
Mais: Regenbedingter Ausverkauf vorbei
Regenwetter ließ diverse Agrarrohstoffe wie Mais, Soja und Weizen am gestrigen Dienstag heftig einbrechen. Heute geht es schon wieder nach oben.
Vor allem spekulative Marktakteure bekamen offensichtlich „nasse Füße“ und verkauften ihre Futures. Analysten gehen davon aus, dass ein regenreicher Tag noch nicht ausreicht, um den Zustand der Pflanzen nachhaltig zu verbessern. Mit dem jüngsten Preisschub hat sich die Maisnachfrage bei Biospritherstellern und die Exportnachfrage deutlich beruhigt. Das Wetter dürfte allerdings weiterhin das Hauptgesprächsthema bleiben.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Maispreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 14.50 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige Future auf Mais um 8,00 auf 798,00 US-Cents pro Scheffel.