14.03.2013 14:57
Bewerten
 (0)

CFTC nimmt Londoner Goldhandel unter die Lupe

CFTC nimmt Londoner Goldhandel unter die Lupe
Gold und Rohöl
Seit 1919 wird in London zweimal täglich der Preis für physisches Gold fixiert, nun interessiert sich die US-Aufsichtsbehörde für Details der Auktionen.
von Jörg Bernhard

Offenbar angeregt durch den Libor-Skandal, wo bislang drei beteiligte Banken Strafen von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar bezahlt haben, möchte die US-Behörde einmal nachschauen, ob beim physischen Gold- und Silberhandel an der London Bullion Metal Association alles mit rechten Dingen zugeht. Eine offizielle Untersuchung wurde allerdings noch nicht in die Wege geleitet. Weil nur die fünf Banken Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale an der Festsetzung der Fixings beteiligt sind, sollte man sich nicht wundern, wenn auch hier Unregelmäßigkeiten zu Tage treten. Denn immer, wenn es um Milliardenbeträge geht, drohen Manipulationen. Für die Schmuckbranche und Minengesellschaften sind die in London festgestellten Preis von großer Bedeutung. Aber auch Banken haben derivative Finanzprodukte an die Londoner Fixings gekoppelt. Milliardenbeträge im dreistelligen Bereich dürften da den einen oder anderen Banker in Versuchung bringen, etwas an der Preisschraube zu drehen. Selbst falsche Beträge bei der x-ten Nachkommastelle könnten für den Einzelnen ein gutes Geschäft mit sich bringen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 4,30 auf 1.584,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: US-Arbeitsmarktdaten helfen

Auf die Bekanntgabe der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe reagierte der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Mit 332.000 neuen Arbeitslosen entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt besser als erwartet. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten waren 350.000 Erstanträge erwartet worden. In den vergangenen Wochen ging es mit der US-Sorte WTI weniger deutlich bergab als mit der Nordseemarke Brent, was sich nun am eingeengten Spread ablesen lässt. Dieser hat sich mittlerweile auf 17,14 Dollar reduziert.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,07 auf 92,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,21 auf 109,73 Dollar anzog.

Bildquellen: Worldpics /Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu Goldpreis

  • Relevant
  • Alle
  • Medien
  • Agenturen
  • Extern
  • ?
Goldpreis
Der am Freitagabend veröffentlichte Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC wies unter den großen Goldspekulanten einen kräftig gestiegenen Optimismus aus.
19.12.14
19.12.14
17.12.14
16.12.14
15.12.14
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.194,55-3,60
-0,30
Kupferpreis6.390,0078,00
1,24
Ölpreis (WTI)58,053,24
5,91
Silber16,090,21
1,32
Super Benzin1,28-0,00
-0,08
Weizen196,00-4,00
-2,00

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren40,97
0,0
5g Goldbarren170,45
0,0
10g Goldbarren330,53
0,0
1 Uz Goldbarren1.011,25
0,0
Krügerrand1.026,88
0,0
Britannia1.035,02
0,0
Maple Leaf1.023,84
0,0
American Eagle1.032,99
0,0
Zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- MorphoSys-Aktie und Roche-Aktie fallen kräftig -- US-Börsen in der Gewinnzone -- GfK-Konsumklima auf höchstem Stand seit acht Jahren

BayernLB verklagt Ecclestone. Euro gibt leicht nach. Studio Babelsberg erwartet für 2014 Millionenverlust. Sartorius verkauft Sparte. Ölpreise deutlich gestiegen. Verdi ruft an vier Amazon-Standorten zu Streiks bis Heiligabend auf. Allianz stimmt Vergleich nach Amoklauf von Winnenden zu. Facebook will mehr über Datenschutz informieren.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welche Unternehmen sind am attraktivsten für Informatiker?

Diese Flughäfen werden hoch frequentiert

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?

Anzeige