von Jörg Bernhard
Offenbar angeregt durch den Libor-Skandal, wo bislang drei beteiligte Banken Strafen von insgesamt 2,5 Milliarden Dollar bezahlt haben, möchte die US-Behörde einmal nachschauen, ob beim physischen Gold- und Silberhandel an der London Bullion Metal Association alles mit rechten Dingen zugeht. Eine offizielle Untersuchung wurde allerdings noch nicht in die Wege geleitet. Weil nur die fünf Banken Barclays, Deutsche Bank, HSBC, Bank of Nova Scotia und Société Générale an der Festsetzung der Fixings beteiligt sind, sollte man sich nicht wundern, wenn auch hier Unregelmäßigkeiten zu Tage treten. Denn immer, wenn es um Milliardenbeträge geht, drohen Manipulationen. Für die Schmuckbranche und Minengesellschaften sind die in London festgestellten Preis von großer Bedeutung. Aber auch Banken haben derivative Finanzprodukte an die Londoner Fixings gekoppelt. Milliardenbeträge im dreistelligen Bereich dürften da den einen oder anderen Banker in Versuchung bringen, etwas an der Preisschraube zu drehen. Selbst falsche Beträge bei der x-ten Nachkommastelle könnten für den Einzelnen ein gutes Geschäft mit sich bringen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 4,30 auf 1.584,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: US-Arbeitsmarktdaten helfen
Auf die Bekanntgabe der wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe reagierte der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Mit 332.000 neuen Arbeitslosen entwickelte sich der US-Arbeitsmarkt besser als erwartet. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten waren 350.000 Erstanträge erwartet worden. In den vergangenen Wochen ging es mit der US-Sorte WTI weniger deutlich bergab als mit der Nordseemarke Brent, was sich nun am eingeengten Spread ablesen lässt. Dieser hat sich mittlerweile auf 17,14 Dollar reduziert.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,07 auf 92,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,21 auf 109,73 Dollar anzog.
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