11.05.2011 08:43
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Gold: Anhaltende Aufwärtstendenz

Goldpreis will nach oben
Gold und Rohöl
Die Erholungstendenz beim Goldpreis setzt sich den vierten Tag in Folge fort und hat mittlerweile zu Kursen deutlich über der Marke von 1.500 Dollar geführt.
von Jörg Bernhard

Europas Schuldenkrise blieb dabei das Hauptgesprächsthema. Die enormen Probleme Griechenlands, dessen Bonität demnächst möglicherweise auch von der Ratingagentur Moody`s herabgestuft wird, könnten auch auf andere Mitgliedsstaaten überschwappen. Verängstigte Anleger flüchten daher wieder verstärkt ins gelbe Edelmetall. Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgte aber auch ein Interview von Hal Lehr, der im Auftrag der Deutschen Bank ein Team für cross-commodity-trading leitet: Er hält bis Januar einen Anstieg auf bis zu 2.000 Dollar für möglich. Dies entspräche auf Basis der aktuellen Marktdaten einem Kursgewinnpotenzial von über 30 Prozent.

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Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares schlug sich das gestiegene Interesse bislang allerdings kaum niederg. Mit rund 1.202 Tonnen hat sich die gehaltene Goldmenge des ETF kaum nach oben entwickelt und befindet sich derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Monaten. Neben der europäischen Schuldenkrise gibt es aber noch andere Kaufargumente, wie die zum Beispiel die weltweit anziehende Inflation. Die am heutigen Mittwoch veröffentliche chinesische Teuerungsrate fiel im April mit 5,3 Prozent einmal mehr höher als erwartet aus. Und auch in Deutschland ziehen die Preise an, wenngleich mit etwas geringerer Dynamik. Um 8.00 Uhr meldete das Statistische Bundesamt die endgültige Zahl zur Inflation im April. Mit 2,4 Prozent fiel die Rate im internationalen Vergleich jedoch relativ moderat aus.

Am Mittwochvormittag zeigte sich der Goldpreis mit weiter anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 7,30 auf 1.524,20 Dollar.

Rohöl setzt Erholung fort

Das Hochwasser am Mississippi sorgt beim Ölpreis für eine Fortsetzung der Erholungstendenz. In der Region New Orleans bis Baton Rouge sind Raffinerien ansässig, die für 13 Prozent der US-Treibstoffproduktion der USA verantwortlich sind. Einige Raffinerien haben ihre Kapazitäten bereits reduziert. Der am Dienstagabend veröffentlichte Marktbericht wies einen Rückgang der Benzinvorräte um 1,8 Mio. Barrel aus. Von der Tendenz dürfte der für den Mittwochnachmittag angekündigte EIA-Bericht (16.30 Uhr) ähnlich ausfallen.

Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,46 auf 104,34 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,58 auf 118,21 Dollar anzog.

Bildquellen: Creativ Collection
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