von Jörg Bernhard
Massive Verkäufe gab es nicht nur an den Terminmärkten, wo Long-Positionen aufgelöst wurden, sondern auch bei Gold-ETFs. Beim weltgrößten seiner Art, dem SPDR Gold Shares, waren in dieser Woche Abflüsse in erheblichem Ausmaß registriert worden. So reduzierte sich dessen gehaltene Goldmenge seit vergangenem Freitag von 1.322,97 auf 1.290,31 Tonnen. Dies entspricht einem Gegenwert von fast 1,26 Milliarden Euro. Im Zuge dieser Entwicklung hat sich beim Goldpreis mittlerweile ein Wochenverlust in Höhe von 2,1 Prozent angesammelt. Dadurch kommt vor allem die Sorge zum Ausdruck, dass der seit 12 Jahren andauernde Aufwärtstrend zu Ende gehen könnte.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 3,20 auf 1.575,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Nahe am Jahrestief
Nach dem negativ aufgenommenen Fed-Protokoll, gab es am gestrigen Donnerstag weitere „bearishe“ Nachrichten für den Ölpreis. So fiel der Anstieg der gelagerten Ölmengen laut jüngstem EIA-Wochenbericht mit 4,1 Millionen Barrel deutlich höher als erwartet aus. Der Future auf die US-Sorte WTI fiel daraufhin auf ein neues Jahrestief. Die Wahrscheinlichkeit für einen ruhigen Wochenausklang ist nun aber relativ groß, da am Nachmittag keine wichtigen US-Konjunkturdaten zur Bekanntgabe anstehen. Bislang verlor die US-Sorte WTI auf Wochensicht 3,6 Prozent, während bei der Nordseemarke Brent ein Minus von 2,8 Prozent zu Buche schlug.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,12 auf 92,96 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,81 auf 114,34 Dollar anzog.
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