16.08.2012 07:42
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Gold: Auf der Suche nach einer Richtung

Richtungsloser Goldhandel
Gold und Rohöl
Der Goldpreis weiß nicht so recht, in welche Richtung er sich entwickeln möchte. Die Marke von 1.600 Dollar scheint derzeit „magnetisch“ zu sein.
von Jörg Bernhard

Keinen Rückenwind liefern dem gelben Edelmetall derzeit die aktuellen Inflationsraten. Gestern wurde für die USA eine Juli-Teuerung in Höhe von 1,7 Prozent gemeldet. Diese Rate bereitet derzeit kein Kopfzerbrechen. Die Hoffnung auf weitere geldpolitische Stützungsmaßnahmen der Notenbanken dies und jenseits des Atlantiks verhinderte bislang einen massiven Absacker. Man darf gespannt sein, wie die Märkte reagieren, falls die „schützenden Hände der Notenbanker“ wieder in die Märkte eingreifen werden. Eine stärker als erwartete Flutung der Geldmärkte mit Liquidität könnte zwar einen neuen „Run“ auf das gelbe Edelmetall auslösen, möglicherweise setzt sich der relativ richtungslose Handel jedoch weiter fort, weil die Maßnahmen ja erwartet worden waren.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 1,00 auf 1.505,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Lagerdaten sorgen für Kauflaune

Die am Mittwochnachmittag veröffentlichten Lagerdaten fielen besser als erwartet aus und verhalfen dem Ölpreis zu steigenden Notierungen. Mit einem erneut starken Rückgang um 3,7 Millionen Barrel war an den Energiemärkten nicht gerechnet worden. Am Nachmittag dürften sich die Marktakteure wie gewohnt für die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe besonders stark interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten sollen diese von 361.000 auf 365.000 angestiegen sein. Daneben dürften die zeitgleich veröffentlichten Baubeginne und –genehmigungen bei US-Eigenheimen wird auch der für 16.00 Uhr angekündigte Konjunkturausblick der Philadelphia Fed für Spannung sorgen.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,04 auf 94,37 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,07 auf 116,32 Dollar anzog.

Bildquellen: Julian Mezger
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