von Jörg Bernhard
Beim gestrigen EU-Gipfel in Brüssel äußerte sich der griechische Ministerpräsident Papademos optimistisch, die Verhandlungen mit privaten Gläubigern um einen Schuldenschnitt noch in dieser Woche erfolgreich zu beenden. Ohne eine Einigung wäre das Land Mitte März pleite. Die daraus resultierenden Verwerfungen an den Finanzmärkten würden das Edelmetall höchstwahrscheinlich eher belasten als stimulieren. Grund: Investoren könnten ihre Gold-Engagements zu Geld machen, um Verluste in anderen Vermögensklassen auszugleichen. Eine stabile Entwicklung in Europa wäre daher wohl die beste Voraussetzung, um auch Gold in einem attraktiven Licht erscheinen zu lassen.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 4,00 auf 1.738,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Konjunkturhoffnung wächst
25 der 27 EU-Länder haben auf dem gestrigen Krisengipfel in Brüssel beschlossen, eine strengere Haushaltspolitik zu verfolgen. Zusammen mit der Meldung, dass die japanische Industrieproduktion besser als erwartet ausgefallen war, verhalf dies dem Ölpreis zu einer leichten Erholung. Am Vormittag steht die europäische Arbeitslosenrate zur Bekanntgabe an. Hier könnte es Umfragen zufolge zu einem leichten Anstieg von 10,3 auf 10,4 Prozent gekommen sein. In den USA steht am Nachmittag mit dem Quartalsbericht über die Lohnkosten, dem S&P Case-Shiller-Hauspreisindex, dem Chicago-Einkaufsmanagerindex und dem Index zum Konsumentenvertrauen (Conference Board) eine Reihe von Konjunkturterminen auf der Agenda.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,57 auf 99,35 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,58 auf 111,33 Dollar anzog.
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