von Jörg Bernhard
US-Konjunkturdaten liefern für die Fed derzeit uneinheitliche Signale. Während die US-Immobilienpreise laut gestrigem S&P Case-Shiller Report stärker als erwartet anzogen, gab es beim Konsumentenvertrauen für den Monat August einen empfindlichen Rückschlag von 65,4 (revidiert) auf 60,6 Punkte zu vermelden. Die am Dienstag zu beobachtende Dollarschwäche konnte dem gelben Edelmetall bislang jedoch nicht in höhere Kursregionen verhelfen. Aus charttechnischer Sicht hält sich der Goldpreis trotz eines Verkaufssignals beim Timingindikator Relative-Stärke-Index relativ stabil. Vor dem für Freitag anberaumten Notenbankertreffen in Jackson Hole könnte sich diese abwartende Haltung der Marktakteure weiter fortsetzen.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 1,80 auf 1.671,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Isaac verliert an Schrecken
Es sieht so aus, als ob Hurrikan „Isaac“ in der Energiebranche keine größeren Schäden verursachen wird. US-Energiefirmen stoppten zwar 93 Prozent der Rohölförderung und 67 Prozent der Gasproduktion, es wird allerdings damit gerechnet, dass in Kürze wieder zur Normalität übergegangen wird. Der am Dienstagabend veröffentlichte Rohöl-Wochenbericht des American Petroleum Institute wies mit plus 5,5 Millionen Barrel einen überraschend starken Anstieg der gelagerten Ölmengen aus. Am Nachmittag könnten revidierte Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal neue Impulse generieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll die Wachstumsrate von 1,5 auf 1,7 Prozent angehoben werden.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,32 auf 96,01 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,10 auf 112,48 Dollar zurückfiel.