von Jörg Bernhard
Der Dollarindex, der die US-Devise mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, fiel auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober zurück. Was sich in normalen Zeiten aufgrund der negativen Korrelation in einem steigenden Goldpreis niederschlagen würde, funktioniert derzeit nicht. Aufgrund der wachsenden Hoffnung, dass das Problem mit der Fiskalklippe noch vor dem Jahreswechsel gelöst werden könnte, nahm der Risikoappetit der Investoren wieder zu. Dabei bevorzugten sie allerdings Aktien und ließen das gelbe Edelmetall „links liegen“.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 6,00 auf 1.676,70 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Warten auf den EIA-Bericht
Die Hoffnung, dass die US-Politiker die Konjunktur des Landes doch nicht von der Finanzklippe springen lassen, half hingegen dem Ölpreis. So haben sich die Demokraten zum Beispiel von ihrem Ziel verabschiedet, Einkommen von über 250.000 Dollar stärker zu belasten. Die neue Grenze soll nun bei 400.000 Dollar angesiedelt sein. Dennoch wird es mit Blick auf das Jahresende so langsam eng – noch ist die „Kuh nicht vom Eis“. Am Vormittag dürften sich die Investoren für den deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex stark interessieren. Am Nachmittag stehen in den USA dann noch die Baubeginne und Baugenehmigungen sowie der wöchentliche Rohölbericht der US-Energiebehörde zur Bekanntgabe an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten sollen die gelagerten Ölmengen um 1,75 Millionen Barrel gesunken sein. Der Branchenverband API meldete am Dienstagabend einen Lagerrückgang um 4,1 Millionen Barrel.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,09 auf 87,84 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,04 auf 108,88 Dollar anzog.
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