von Jörg Bernhard
Das Interesse war breit gefächert und kam ETFs zugute, deren gelagerte Goldmengen sich weiterhin auf Rekordniveau bewegen. In den vergangenen Wochen kam eine markante Nachfrage aber auch aus völlig anderen „Ecken“, nämlich von diversen Schwellenländer-Notenbanken. Sie sorgen sich mehr und mehr, dass ihre Währungsreserven zu sehr von überschuldeten Währungen wie Dollar und Euro dominiert werden. Als besonders eifriger Goldkäufer entpuppte sich in diesem Zusammenhang Brasilien, dessen Goldbestände mittlerweile das höchste Niveau seit elf Jahren erreicht haben. Und auch die Münznachfrage scheint wieder anzuziehen. Im November wurden bereits 67.000 Feinunzen des gelben Edelmetalls verkauft, wodurch bereits die kompletten Oktoberverkaufszahlen übertroffen wurden. Hochgerechnet auf den Gesamtmonat könnten 100.500 Unzen an den Anleger gebracht werden, was gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat einem Plus von 145 Prozent entsprechen würde. Triftige Argumente für einen Trendwechsel nach unten lassen sich derzeit nicht ausmachen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,10 auf 1.731,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Lustloser Handel geht weiter
Nachdem der gestrige Handelstag aufgrund des US-Feiertags relativ ruhig verlief, stehen vor dem Wochenende diesseits des Atlantiks noch einige Konjunkturindikatoren zur Bekanntgabe an. So dürften sich die Marktakteure vor allem für das revidierte deutsche BIP-Wachstum im dritten Quartal (8.00 Uhr) und den Ifo-Geschäftsklimaindex (10.00 Uhr) interessieren. In den USA stehen hingegen keine Highlights auf der Agenda. An der New Yorker Börse dürfte die verkürzte Handelssitzung bis 19.00 Uhr einen weiteren umsatzschwachen und möglicherweisen ereignisarmen Tag mit sich bringen.
Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit etwas schwächeren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,15 auf 87,23 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,25 auf 110,30 Dollar zurückfiel.
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