12.09.2012 15:09
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Gold: Charttechnisch überkauft

Gold: Charttechnisch überkauft
Gold und Rohöl
Das Bundesverfassungsgericht wagt es nicht, den ESM zu stoppen. Der Goldpreis kletterte danach auf den höchsten Stand seit sechs Monaten.
von Jörg Bernhard

Die positive Reaktion des Goldpreises verwundert kaum, schließlich stellt das „Ja“ aus Karlsruhe für die EZB den Freibrief dar, mit unbegrenztem Volumen südeuropäische Staatsanleihen zu kaufen. Man darf gespannt sein, ob dies die Krisenstaaten dazu ermutigt, notwendige Reformen zu ergreifen, um den Staatshaushalt auf eine tragfähige Basis zu stellen. An den Goldmärkten dürfte derzeit eher die Ansicht vorherrschen, dass die Inflation in einen Steigflug und das Vertrauen in Papiergeld in einen Sinkflug übergehen wird. Aus charttechnischer Sicht deuten Timingindikatoren wie Bollingerbänder oder Relative-Stärke-Index auf eine überkaufte Situation hin. Das Interesse der Investoren, ihr Vermögen über Gold abzusichern, scheint derzeit aber einer nennenswerten Korrektur entgegenzustehen. Vor diesem Hintergrund stellt die für morgen anberaumte Zinsentscheidung der Fed gegenwärtig den größten Unsicherheitsfaktor dar.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,70 auf 1.739,60 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Widerstände rücken näher

Im frühen Mittwochshandel wirkten sich die Andeutungen des chinesischen Premierminister Wen Jiabao, dass die chinesische Regierung mehr Raum für fiskalische und geldpolitische Maßnahmen habe, unterstützend aus. Diese Hoffnung auf Schützenhilfe durch die chinesische und die US-Notenbank hält den Ölpreis auf relativ hohem Niveau. Auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ESM reagierte der Ölpreis zunächst mit anziehenden Notierungen, kam von seinem Tageshoch mittlerweile aber wieder zurück. Die vom Bundesverfassungsgericht verkündeten Auflagen konnten den positiven Grundtenor des Urteils nicht trüben.
Am Nachmittag dürften sich die Akteure an den Energiemärkten vor allem für den Wochenbericht der EIA interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten rechnen diese mit einem durchschnittlichen Rückgang um 2,9 Millionen Barrel.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,11 auf 97,28 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,68 auf 116,08 Dollar anzog.

Bildquellen: Julian Mezger, Juri / Shutterstock.com

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Schillernder als Gold (Süddeutsche)
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Don't Count Gold Out Just Yet: Gabelli (EN, The Wall Street Journal Deutschland)

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