12.02.2013 07:56
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Gold: Charttechnische Hochspannung

Gold: Charttechnische Hochspannung
Gold und Rohöl
Beim gelben Edelmetall wird es wieder spannend – ein Test der zwischen 1.630 und 1.640 Dollar verlaufenden Unterstützung droht.
von Jörg Bernhard

Die seit Anfang des Monats zu beobachtende Dollarstärke hat den Goldpreis maßgeblich ausgebremst. Aktuell mangelt es zudem an chinesischem Kaufinteresse, da dort das Neujahrsfest die Nachfrage sinken lässt. Seit Oktober vergangenen Jahres bewegt sich Gold in einem Abwärtstrend. Ein Rutsch in Richtung 1.600 Dollar dürfte allerdings Schnäppchenjäger wieder mobilisieren. Als negativer Begleitumstand wird aber der bereits in der Vorwoche eingetretene Rutsch unter die 200-Tage-Linie wahrgenommen.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 2,60 auf 1.646,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Achterbahnfahrt geht weiter

Die Ölpreise tendieren weiterhin relativ richtungslos und zeichnen sich vor allem durch ihr hektisches Auf und Ab aus. Zum gestrigen Wochenstart gab es nach schwachem Start ein dickes Plus. Hedgefonds und andere Fondsmanager haben laut Intercontinental Exchange ihre Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) bei Futures auf die Nordseemarke Brent auf den höchsten Stand seit zwei Jahren ausgebaut. Gegenüber dem vergleichbaren Vorwochenwert kletterte sie um 6,9 Prozent auf 179.735 Kontrakte. Nach dem neu markierten Neunmonatshoch darf man nun gespannt sein, ob Brent-Rohöl dieses Niveau halten kann. Der Timingindikator Relative-Stärke-Index deutet derzeit auf eine überkaufte Lage hin. Sollte die Marke von 70 Prozent unterschritten werden, wäre dies als klares Verkaufssignal zu werden. Doch aufgepasst: Anfang Februar gab es schon einmal ein solch bearishes Signal – dieses erwies sich allerdings als „Bärenfalle“.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,15 auf 96,88 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,09 auf 118,04 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: Julian Mezger
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