von Jörg Bernhard
So meldete die ehemalige britische Kronkolonie Hongkong, dass im vergangenen Jahr die Rekordmenge von 557,48 Tonnen Gold von Hongkong nach China floss. Der Dezember erwies sich mit 114,37 Tonnen als Rekordmonat – noch nie gab es innerhalb eines Monats stärkere Goldexporte nach China. Und auch in Europa dürften Anleger angesichts der politischen Entwicklungen in Problemstaaten wie Spanien (Korruptionsaffäre der Regierung) und Italien (drohendes Berlusconi-Comeback) dem gelben Edelmetall wieder etwas aufgeschlossener gegenüberstehen. Weil die Staatsschulden in Japan, Europa und den USA von einer nachhaltigen Lösung des Problems meilenweit entfernt scheinen, dürfte Gold kaum an Glanz verlieren – von kurzfristigen Rückschlägen einmal abgesehen.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 0,10 auf 1.673,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Kaum Bewegung
Das American Petroleum Institute meldete am Dienstagabend einen Anstieg der Lagermengen um 3,63 Millionen Barrel. Der für den Nachmittag angekündigte Wochenbericht des US-Energieministeriums (EIA) dürfte wahrscheinlich ebenfalls ein Lagerplus ausweisen. Von Bloomberg befragte Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Anstieg um 2,5 Millionen Barrel. Weil es derzeit vor allem in den USA ein massives Überangebot an Rohöl gibt, kostet die US-Sorte WTI trotz besserer Qualität deutlich weniger als die Nordseemarke Brent. Mittlerweile bewegt sich der Spread mit 20 Dollar zwar auf sehr hohem Niveau, aber immer noch signifikant unter dem Rekordwert von 28 Dollar.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,03 auf 96,67 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,14 auf 116,66 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger