20.03.2012 15:27
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Gold: Comeback des Verkaufsdrucks

Goldpreis kommt nicht zur Ruhe
Gold und Rohöl
Indiens Schmuckhändler streiken wegen gestiegener Importsteuern und das Nachfrageinteresse bei Gold-ETFs lässt ebenfalls nach.
von Jörg Bernhard

300.000 indische Schmuckhändler sollen sich laut dortigem Industrieverband an dem Streik beteiligen und seit vier Tagen ihre Geschäfte geschlossen haben. Da das Land 2011 noch als weltgrößter Nachfrager von Gold galt, sorgen solche Meldungen stets für Nervosität und entsprechende Kursreaktionen.

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Der Goldpreis hat derzeit nicht nur mit der wachsenden Attraktivität von Aktien zu kämpfen, sondern leidet auch unter steigenden Zinsen und anderen Negativfaktoren. Ergebnis: Der Chart des gelben Edelmetalls wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Im Bereich von 1.640 Dollar hat sich mittlerweile eine markante Unterstützungszone herausgebildet. Richtig gefährlich wird es, wenn sich der Preis für das gelbe Edelmetall in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 1.600 Dollar bewegen sollte. Hier verläuft nämlich zugleich die untere Trendbegrenzung des mehrjährigen Aufwärtstrends.

Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 15,40 auf 1.651,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl im Rückwärtsgang

Die allgemeine Kursschwäche an den internationalen Aktienmärkten in Kombination mit dem stärkeren Dollar hat dem Ölpreis einen Dämpfer verpasst. Überraschend starke Produktionszahlen aus Libyen taten ein Übriges, den Verkaufsdruck zu erhöhen. Laut Prognosen der staatlichen Ölgesellschaft NOC soll im April mit 1,4 Millionen Barrel sogar mehr Öl exportiert werden als vor dem Bürgerkrieg. Den Europäern dürfte dies helfen, die embargo-bedingten Lieferausfälle des Irans zu kompensieren.

Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (April) um 1,62 auf 106,47 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Mai) um 1,86 auf 123,85 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: Julian Mezger

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