von Jörg Bernhard
Laut internationalem Währungsfonds fielen in diesem Zusammenhang vor allem die Notenbanken aus Russland, Südkorea, Kasachstan, Paraguay und der Türkei auf. Letztere griff bis Ende Juli besonders beherzt zu und erhöhte ihre Goldreserven um 44,7 auf 288,9 Tonnen. Seit 2009 treten die Währungshüter als Nettokäufer an den Märkten auf und bringen dadurch ihr Misstrauen gegenüber den Leitwährungen Dollar und Euro zum Ausdruck. Der Run auf Gold ist auch bei physisch besicherten Goldprodukten ablesbar. Deren gehaltene Goldmenge kletterte am gestrigen Dienstag auf das neue Rekordhoch von 2.551,859 Tonnen. Aus charttechnischer Sicht scheint der Goldpreis an der Marke von 1.770 Dollar förmlich zu kleben. Auf Dauer dürfte dies sicherlich nicht so bleiben. So lange an den Finanzmärkten keine Panik regiert, wo erfahrungsgemäß alles verkauft wird, dürfte die Tendenz weiter nach oben gerichtet sein.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 0,10 auf 1.766,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Suche nach dem Boden
Die Stimmung unter den Konsumenten verbesserte sich in den USA zwar stärker als erwartet, an den Energiemärkten hob dies die Laune der Akteure aber nur kurz. Grund: Das Angebot an Öl ist nach wie vor üppig. Darauf deutete zumindest der am Abend gemeldete Wochenbericht des American Petroleum Institute hin. So wurde mit plus 335.000 Barrel der dritte Anstieg in Folge gemeldet. Die skeptische Aussage des Präsidenten der Philadelphia Fed zur anstehenden quantitativen Lockerung der Fed tat ein Übriges, den Ölpreis auf Talfahrt zu schicken.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,57 auf 90,80 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,57 auf 109,88 Dollar zurückfiel.
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