30.05.2012 08:14
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Gold: Dollarstärke bremst gelbes Edelmetall

Gold: Stabile Seitenlage
Gold und Rohöl
Am gestrigen Dienstag fiel der Euro auf das niedrigste Kursniveau seit Juli 2010 und bremste dadurch die Erholung bei Gold aus.
von Jörg Bernhard

Während sich der Bund-Future, das wichtigste deutsche Anleihen-Barometer, in Rekordlaune befindet, notiert das gelbe Edelmetall derzeit 20 Prozent unter seinem Rekordniveau. Die aktuelle Dollarstärke – die vor allem durch die Sorgen um den Euro ausgelöst wurde – macht Gold für viele Anleger unattraktiv. Dies gilt auch für Indien, wo die schwache Rupie die Nachfrage nach Gold empfindlich bremst. So rechnet zum Beispiel die Bombay Bullion Association für Mai mit einem Rückgang der Goldimporte auf nur noch 50 bis 60 Tonnen, nachdem im Vorjahr noch 102 Tonnen ins Land eingeführt wurden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Inder von den Chinesen in diesem Jahr als weltgrößter Goldkonsument abgelöst werden ist damit relativ groß. Wichtige Bedingung hierfür: Das wirtschaftliche Wachstum Chinas erleidet keinen größeren Einbruch.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 0,20 auf 1.550,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: API-Daten am Abend

Der Ölpreis setzt seine Bodenbildungsphase weiterhin fort. Wegen des US-Feiertags am Montag erfolgt die Bekanntgabe des Wochenberichts des American Petroleum Institute einen Tag später, nämlich heute nach Börsenschluss. Der Bericht des US-Energieministeriums soll dann am Donnerstagnachmittag (17.00 Uhr) veröffentlicht werden. Mit Blick auf den heutigen Konjunkturkalender sollten Anleger aber vor allem den Index zur Stimmung in der europäischen Wirtschaft bzw. unter europäischen Konsumenten im Auge behalten. Beim letzten Update gab es mit einem Rückgang von 94,5 auf 92,8 Punkte eine eindeutig negative Überraschung.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) fiel der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,52 auf 90,24 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,44 auf 106,24 Dollar zurückging.

Bildquellen: Julian Mezger
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