von Jörg Bernhard
Dabei wirkte sich vor allem die markante Dollarstärke auf das gelbe Edelmetall negativ aus. Weil das Statement der EZB keine konkreten Maßnahmen beinhaltete, ging es mit den Aktienmärkten steil und Gold leicht bergab. Aus psychologischer Sicht belastete vor allem der Absacker unter die Marke von 1.600 Dollar. Die Chancen auf ein Überwinden der charttechnischen Hürden bei 1.630 Dollar sind durch die jüngsten Beschlüsse bzw. Nicht-Beschlüsse von EZB und Fed erst einmal vom Tisch. Neue Hoffnung könnte aufkeimen, falls der für morgen angekündigte Juli-Arbeitsmarktbericht schlechter als erwartet ausfallen sollte. Die am Nachmittag veröffentlichten Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe waren etwas besser als prognostiziert. Statt der erwarteten 370.000 gab es 365.000 neue Arbeitslose zu beklagen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 17.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 14,50 auf 1.592,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: EZB belastet US-Sorte WTI
Nach den Meldungen von der EZB und vom US-Arbeitsmarkt tendierte der Ölpreis in deutlich tiefere Kursregionen. Vor dem Gang ins Wochenende dürften die Akteure an den Energiemärkten nun den Juli-Bericht vom US-Arbeitsmarkt (Freitagnachmittag) mit Spannung erwarten. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll die Arbeitslosenrate – wie im Juni – bei 8,2 Prozent gelegen haben. Die Zahl neu geschaffener Stellen soll von 80.000 auf 100.000 gestiegen sein.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 17.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,13 auf 87,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,38 auf 106,34 Dollar anzog.