von Jörg Bernhard
Von der wachsenden Skepsis, dass die Europäer ihre Schuldenkrise in den Griff bekommen werden, profitierte Gold keineswegs. Es rutschte zum Wochenauftakt um 0,3 Prozent ab, wobei europäische Goldfans dank des starken Dollars sogar ein Tagesplus von 0,3 Prozent einfahren konnten. In China erfreut sich Gold dennoch einer wachsenden Beliebtheit. Importe von Hongkong in Richtung Festland haben sich im ersten Quartal 2012 auf 135,53 Tonnen mehr als versechsfacht. Allein im März stiegen die Goldimporte gegenüber dem Vormonat um 59 Prozent an. Damit dürften die Chinesen in diesem Jahr Indien als weltgrößten Goldnachfrager ablösen.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 1,20 auf 1.637,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Gedrückte Stimmung
An den Energiemärkten herrscht weiterhin eine relativ miese Stimmung. Daran konnte auch die am gestrigen Montag gemeldete – besser als erwartet ausgefallene deutsche Industrieproduktion – nichts ändern. Als nächstes dürften sich die Investoren nun für die Handelsbilanzen aus China und Deutschland interessieren. Experten rechnen mit einem Anstieg des chinesischen Handelsbilanzüberschusses von 5,4 (März) auf 9,4 Milliarden Dollar. In den kommenden Tagen stehen zudem die Monatsberichte von EIA, Opec und IEA zur Bekanntgabe an. Alles andere als eine Kürzung der Nachfrageprognosen wäre eine große Überraschung.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,16 auf 97,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,42 auf 113,58 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger