29.07.2013 15:12

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GOLD UND ROHÖL

Gold: Goldman Sachs rechnet mit Rückschlag



Gold: Goldman Sachs rechnet mit Rückschlag
Die aktuelle Handelswoche steht ganz im Zeichen der Notenbanken. Am Mittwoch wird das Sitzungsergebnis der Fed veröffentlicht, am Donnerstag folgt dann noch die Europäische Zentralbank.

von Jörg Bernhard

Derzeit rechnen die Marktakteure mit keinem Ende bzw. Zurückfahren der Staatsanleihekäufe durch die Fed. Schlechter als erwartet ausgefallene Daten vom Arbeitsmarkt und vom Immobilienmarkt sorgten vor dem Wochenende für Kauflaune. Beide Sektoren stufen die Notenbanker als besonders wichtige Einflussfaktoren ein. Für die Analysten von Goldman Sachs fiel die jüngste Aufwärtsbewegung zu stark aus. Sie halten an ihrem Kursziel von 1.050 Dollar (Ende 2014) weiterhin fest und begründen dies mit einer erwarteten konjunkturellen Erholung der US-Wirtschaft. Am Freitag wurde diese Erwartungshaltung durch den von der Uni Michigan ermittelten Index zum Konsumentenvertrauen bekräftigt. Dieser stieg mit 85,1 Zählern auf das höchste Niveau seit sechs Jahren.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 6,30 auf 1.327,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Spread nimmt wieder zu

Nachdem die US-Sorte WTI in der vergangenen Woche zeitweise teurer war als die Nordseemarke Brent, hat sich mittlerweile wieder ein signifikanter Discount in Höhe von 2,57 Dollar eingestellt. Die Unruhen in Ägypten mit ungefähr 80 Toten dürften dabei eine große Rolle gespielt haben. Weil Europa um einiges abhängiger von funktionierenden ägyptischen Öl-Transportwegen ist als die USA, dürften sich auch in Zukunft geopolitische Risiken bei Brent stärker auswirken als bei WTI. Außerdem führt in den USA der Förderboom bei Schieferöl und –gas zu einer sinkenden Abhängigkeit von arabischem Öl.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,41 auf 105,11 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,51 auf 107,68 Dollar anzog.

Bildquellen: Africa Studio / Shutterstock.com

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Kommentare zu diesem Artikel

herbertgoergens schrieb:
23.08.2013 09:41:35

zuverlässig wie eh und jeh konnte man durch die Prognose von Goldmann Sachs einfach ins Gegenteil umkehren um die tatsächliche Entwicklung abzulesen.

S.B. schrieb:
30.07.2013 12:18:16

@hans im unglück:
sie meinten wohl eher unter $1000 !?

Motzer schrieb:
29.07.2013 21:50:02

Das Manöver von Goldman Sachs ist leicht zu durchschauen: durch die negative Langzeitprognose will man die Anleger vom Goldkauf abhalten. Im Grunde ist das versuchte Kursmanipulation. Diese wird aber nicht gelingen. Die Kräfte des Marktes sind letzlich stärker. GS diskreditiert sich nur selbst.

hans_im_unglück schrieb:
29.07.2013 18:20:34

...dass ausgerechnet die firma, welche die welt durch ihre fehlspekulationen erfolgreich an den rand des ruins gebracht hat, nun genau weiß, wie der goldkurs ende 2014 stehen wird, halte ich als kleinstanleger für fraglich. natürlich werde ich meine 1-oz-kinebars in zukunft unter 1000 EUR kaufen!

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