von Jörg Bernhard
Die Andeutung weiterer Stützungsmaßnahmen machte das gelbe Edelmetall in den Augen vieler Investoren wieder interessant. Der Dollar reagierte auf das Bernanke-Statement mit nachgebenden Notierungen. Obwohl in Griechenland die Hängepartie weiter andauert, breitete sich dennoch Hoffnung aus. In China war Gold in den vergangenen Wochen trotz nachlassendem Inflationsdruck weiterhin stark gefragt. Morgen erfahren die Investoren, wie sich im Reich der Mitte die Konsumenten- und Produzentenpreise im Januar entwickelt haben. Umfragen zufolge soll die Inflation bei 4,1 Prozent stagnieren und die Teuerungsrate bei den Produzentenpreise von 1,7 auf 0,8 Prozent zurückgehen.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 5,10 auf 1.753,50 Dollar pro Feinunze.
WTI-Rohöl: Lagerreserven gefallen
Kaltes Winterwetter in Europa hat vor allem Brent-Rohöl deutlich ansteigen lassen. So haben reduzierte Gaslieferungen aus Russland Italien veranlasst, Stromversorgern die Nutzung von Öl zur Stromproduktion zu erlauben. In den USA ist die Versorgungslage noch relativ entspannt. Der jüngste Wochenbericht des American Petroleum Institute wies jedoch einen Rückgang der Lagerreserven aus. Diese reduzierten sich um 4,5 Millionen Barrel. Am Nachmittag folgt dann noch der Bericht der Energy Information Administration. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es einen Lageraufbau um 2,5 Millionen Barrel gegeben haben.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,75 auf 99,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,16 auf 116,39 Dollar anzog.