von Jörg Bernhard
Mittlerweile scheint die gute Laune allerdings wieder etwas abzuklingen, die Marke von 1.600 Dollar rückt wieder in Reichweite. Um 16.00 Uhr hält Ben Bernanke eine weitere Rede – diesmal vor dem Repräsentantenhaus. Ähnlich heftige Reaktionen wie gestern sind eher nicht zu erwarten. Unter Timingaspekten überwiegt noch der Optimismus. So generierte der Relative-Stärke-Index mit dem Überwinden der 30-Prozent-Marke in der vergangenen Woche ein klares charttechnisches Kaufsignal. Nach unten hin scheint das gelbe Edelmetall gut abgesichert zu sein. Höchste Priorität sollte das Verteidigen der Unterstützungszone im Bereich von 1.550 Dollar eingeräumt werden.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 6,60 auf 1.608,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: US-Konjunktur überrascht negativ
Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter fiel im Januar schlechter als erwartet aus. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war gegenüber dem Vormonat mit einem Rückgang von vier Prozent gerechnet worden. Tatsächlich entwickelte sich dieser Sektor mit minus 5,2 Prozent etwas schlechter. Als nächstes dürften sich die Markakteure nun für die Rede von Ben Bernanke und den Wochenbericht der US-Energiebehörde zur Lage am Ölmarkt interessieren. Sollten die gelagerten Ölmengen stärker als erwartet zunehmen, dürfte sich die Schwächetendenz des Ölpreises weiter fortsetzen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,11 auf 92,52 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,33 auf 113,04 Dollar anzog.
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