08.11.2012 14:55

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GOLD UND ROHÖL

Gold: Nach EZB-Sitzung stabil



Gold: Nach EZB-Sitzung stabil
Der Goldpreis kann sich trotz stärkerem Dollar relativ gut halten, allerdings in erster Linie auf Eurobasis.

von Jörg Bernhard

Die heutige EZB-Sitzung brachte keine neuen Erkenntnisse, so dass das gelbe Edelmetall darauf kaum reagierte. Während die US-Währung gegenüber dem Euro innerhalb einer Woche um 1,6 Prozent zulegte, ging es mit dem Goldpreis auf Dollarbasis um 0,2 Prozent bergab und auf Eurobasis um 0,7 Prozent nach oben. Auf dem deutschen Kurszettel konkurrieren derzeit zwei Goldprodukte mit physischem Lieferanspruch um das Kapital verunsicherter Investoren, Xetra-Gold (seit Ende 2006) und Euwax-Gold (seit Ende September). In den ETC der Stuttgarter Börse flossen seit der Emission 93,22 Kilogramm, was auf Basis des aktuellen Goldpreises einem Gegenwert von immerhin mehr als vier Millionen Euro entspricht. Der größte Vorteil gegenüber dem physischen Besitz stellt bei beiden Produkten der Wegfall des Diebstahlrisikos und die eingesparten Lager- und Versicherungskosten dar. Wer sich über Gold gegen einen Zusammenbruch der internationalen Finanzsysteme schützen möchte, müsste jedoch den physischen Besitz des Edelmetalls vorziehen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 1,50 auf 1.715,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Bodenbildung nach Absturz

Sowohl die Nordseemarke Brent als auch die US-Sorte WTI erlitten am gestrigen Mittwoch den höchsten Tagesverlust dieses Jahres. Auf die Freude, dass die Fed wohl weiterhin Milliarden in die Anleihenmärkte pumpen wird, folgte die Angst vor den „Fiskalklippen“. Sollte sich nämlich Obama bis Ende Dezember nicht mit den Republikanern über den US-Staatshaushalt einigen, droht ein Absturz der US-Konjunktur. Automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen würden die US-Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit abwürgen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,94 auf 85,38 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,86 auf 107,68 Dollar anzog.

Bildquellen: Julian Mezger

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Kommentare zu diesem Artikel

Seckendhand schrieb:
09.11.2012 12:33:55

Die Hammelherde der Wähler setzt doch auch regelmässig die eigenen Henker auf den Tron und folgen dann brav zur Schlachtbank.In Berlin werden Gesetze verabschiedet, obwohl 75% der Bevölkerung dagegen sind. Es geht doch! Erst melken, dann schlachten!

herbertgoergens schrieb:
09.11.2012 12:21:14

Stimmt! Es ist nur schade, dass die meisten Anleger dem Geschwafel sogenannter Experten oder schlimmer noch: ihrer Bank vertrauen, die solche Papiere aus Provisionsgier anbieten. Ein altes Mütterchen liest bestimmt keine Prospekte bevor sie sich für ein solches Produkt entscheidet.
LEIDER !

Seckendhand schrieb:
09.11.2012 12:03:55

Diese Welt ist zum MacDonald-verblödeten Tollhaus mutiert! Aber wenn in Supermärkten permanent mit der Preisauszeichnung betrogen wird, warum nicht auch an der Börse?!

herbertgoergens schrieb:
09.11.2012 12:01:46

Unten genannte Geschäftsbedinungen räumen der Herausgebenden GmbH übrigens sogar das Recht ein bei enorm steigendem Goldpreis einfach die Schuldverschreibungen zu kündigen und dem Anleger den ursprünglich gezahlten Preis zurückzuzahlen. Wieso kaufen Anleger solche Wert-los-papiere???

herbertgoergens schrieb:
09.11.2012 11:47:55

http://kbl-archiv.boerse-stuttgart.de/prospekte/description/EWG0LD.pdf

Hier findet der Leser die wie zu erwartenden haarsträubenden Geschäftsbedingungen des EUWAX - Wert-los-papieres. Das nächste Idiotenpapier welches von einer GmbH herausgegeben wird. Geld in den Gully werfen einfach gemacht.

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