von Jörg Bernhard
Noch im Januar lag die Teuerungsrate bei 4,5 Prozent, mittlerweile ist sie auf 1,8 Prozent abgeschrumpft. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten war mit einem Rückgang auf 1,7 Prozent gerechnet worden. Die Spekulationen, dass die internationalen Notenbanken den verunsicherten Finanzmarktakteuren in Kürze unter die Arme greifen werden, ist derzeit nicht sonderlich stark ausgeprägt. So meinte zum Beispiel die Bank of England, dass derzeit kein akuter Handlungsbedarf bestünde. Blickt man auf die Kursentwicklung des Euro sollte man sich stets in Erinnerung rufen, dass die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar vor zehn Jahren mehr als 20 Prozent weniger wert war.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,30 auf 1.618,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Richtungsloser Handel
Nach dem Wochenbericht der US-Energiebehörde (EIA) ging es mit dem Ölpreis erst einmal in etwas höhere Kursregionen.
Der Donnerstagshandel dürfte ganz im Zeichen wichtiger Konjunkturdaten liegen. So zeigte sich die chinesische Inflation relativ moderat. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich die Konsumentenpreise um 1,8 Prozent, während bei den Produzentenpreisen ein Rückgang um 0,9 Prozent zu verzeichnen war. Am Nachmittag stehen dann in den USA wichtige Konjunkturdaten zur Bekanntgabe an. Neben den gewohnten wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe könnte auch die US-Handelsbilanz für den Monat Juni die Gemüter bewegen. Bei den wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe soll es laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten einen marginalen Anstieg von 365.000 auf 367.000 Anträge gegeben haben.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,18 auf 93,53 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,02 auf 112,16 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger