10.09.2013 15:09
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Gold: Nachlassende Risikoaversion belastet

Gold: Nachlassende Risikoaversion belastet
Gold und Rohöl
Die Aussicht auf eine ausbleibende militärische Eskalation hat den Goldpreis belastet. Außerdem befürchten die Marktakteure ein baldiges Zurückfahren der Staatsanleihekäufe durch die Fed.
von Jörg Bernhard

Der Vorschlag Russlands, syrische Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen, um sie später zu vernichten, wurde sowohl in Syrien als auch in den USA positiv aufgenommen. Damit wurde Druck aus dem „geopolitischen Kessel“ abgelassen. Die damit verbundene nachlassende Risikoaversion machte Aktien attraktiver und belastete im Gegenzug das Interesse an Gold. Dies schlug sich am gestrigen Montag auch beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares nieder. Dessen gehaltene Goldmenge reduzierte sich nämlich von 919,23 auf 917,13 Tonnen, nachdem sie vier Tage zuvor unverändert geblieben war.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 22,70 auf 1.364,00 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Brent charttechnisch angeschlagen

Besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten aus China konnten die Verluste des Ölpreises nicht aufhalten, die das signifikante Abflauen der Syrien-Krise nach sich zog. Bei der chinesischen Industrieproduktion fiel die positive Überraschung besonders groß aus. Statt eines prognostizierten Wachstums von 9,9 Prozent p.a. gab es im August einen Zuwachs von 10,4 Prozent zu vermelden. Bei den Einzelhandelsumsätzen übertraf das jährliche Plus mit 13,4 Prozent die Markterwartungen in Höhe von 13,2 Prozent nicht ganz so deutlich. Mit der jüngsten Abwärtsbewegung hat sich aus charttechnischer Sicht vor allem bei Brent-Rohöl die Lage eingetrübt. Grund: Der seit Anfang August zu beobachtende Aufwärtstrend wurde mittlerweile nach unten verlassen, was Chartisten als Verkaufssignal interpretieren.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stark fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 2,36 auf 107,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,15 auf 111,57 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: Andrey_Popov / Shutterstock.com
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