von Jörg Bernhard
Die Aussicht auf weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank Fed in Kombination mit computergestützten Kaufprogrammen haben den am aktivsten gehandelten Gold-Future am gestrigen Mittwoch in der Spitze auf 1.783,40 Dollar ansteigen lassen. Vom Dollar kam hingegen kaum Unterstützung. Er tendierte gegenüber dem Euro überwiegend seitwärts. Schwache Konjunktursignale aus China und Europa haben die Attraktivität von Gold als Vermögensschutz wieder ansteigen lassen. Das außerordentlich niedrige Zinsniveau führt dazu, dass die Opportunitätskosten kaum ins Gewicht fallen. Aus charttechnischer Sicht gab es mit dem markanten Überwinden der Widerstände im Bereich von 1.760 Dollar zu einem Kaufsignal, dass nun Luft bis zu den nächsten charttechnischen Hürden eröffnet. Diese verlaufen im Bereich von 1.800 Dollar.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold um 3,50 auf 1.774,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Leichter Rücksetzer
Das American Petroleum Institute meldete am Mittwochabend gestiegene Lagerreserven bei Rohöl, Benzin und Destillaten. Bei Öl gab es ein Plus in Höhe von 3,55 Millionen Barrel. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll am Nachmittag beim Wochenbericht des US-Energieministeriums ein Zuwachs um lediglich 1,35 Millionen Barrel gemeldet werden. Am Vormittag dürften sich die Marktakteure vor allem für den ifo-Geschäftsklimaindex für Februar interessieren, während in den USA am Nachmittag neben dem wöchentlichen Rohölbericht auch die Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe für von Interesse sind.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,32 auf 105,96 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,17 auf 122,73 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Julian Mezger