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03.02.2012 08:10

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GOLD UND ROHÖL

Gold: Nicht kleinzukriegen



Gold bleibt stark gefragt
Das gelbe Edelmetall präsentiert sich weiterhin in einer relativ starken Verfassung, wenngleich die charttechnischen Widerstände weiter bremsen.

von Jörg Bernhard

Selbst ein zuletzt stärkerer Dollar konnte – trotz der unterstellten Negativ-Korrelation – noch keine nennenswerte technische Korrektur auslösen. Der Chef von Newcrest Mining, dem drittgrößten Goldproduzenten der Welt, kann sich innerhalb der kommenden fünf Jahre einen Anstieg des Goldpreises auf 2.500 Dollar vorstellen und hält zugleich einen Tiefststand von 1.500 Dollar für möglich. Damit attestiert er dem Edelmetall zumindest eine Verlangsamung des Aufwärtstrends. Zur Erinnerung: Vor fünf Jahren notierte Gold noch deutlich unter der Marke von 700 Dollar. Selbst ein Rückschlag auf die genannten 1.500 Dollar wäre dessen langfristiger Aufwärtstrend noch nicht gebrochen. Auf kurze Sicht ist das Risiko einer technischen Korrektur aber weiterhin gegeben.

Am Freitagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 0,50 auf 1.759,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: WTI/Brent-Spread wächst

WTI tendierte in den vergangenen Tagen schwächer, während sich Brent verteuerte. Dies ließ den Spread zwischen beiden Sorten auf 15,86 Dollar ansteigen.

In den USA litt der Ölpreis weiterhin unter der schwachen Ölnachfrage und den höher als erwartet ausgefallenen Lagermengen bei Rohöl, Benzin und Destillaten. Die relative Stärke der Nordseemarke ist auch auf geopolitische Risiken (Nigeria, Iran, Südsudan) in Kombination mit vergleichsweise niedrigen Lagermengen in Europa zurückzuführen. Am Vormittag könnten aktuelle Einkaufsmanagerindizes aus Europa, Deutschland und Großbritannien sowie die Dezember-Einzelhandelsumsätze der EU für Impulse sorgen. Letztere sollen laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten gegenüber dem Vormonat ein Mini-Wachstum von 0,3 Prozent ausweisen und auf Jahressicht – nach minus 2,5 Prozent im November – einen Rückgang um 1,5 Prozent beinhalten.

Am Freitagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,13 auf 96,49 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,28 auf 112,35 Dollar anzog.

Bildquellen: iStock/t_kimura

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