19.02.2013 07:59

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GOLD UND ROHÖL

Gold: Noch keine Entwarnung



Gold: Noch keine Entwarnung
Beim gelben Edelmetall kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Die Marke von 1.600 Dollar bleibt weiterhin gefährdet.

von Jörg Bernhard

In der abgelaufenen Handelswoche fiel der Goldpreis auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten. Hierfür dürfte die feiertagsbedingte Abwesenheit chinesischer Investoren für die schwache Tendenz mitverantwortlich gewesen sein. Massiver Verkaufsdruck entstand allerdings vor allem durch die Meldung der SEC, dass sich die beiden US-Milliardäre George Soros und Louis Moore Bacon aus dem Edelmetall verabschiedet haben. Dies dürfte vor allem an den Terminmärkten zu erheblichen Verwerfungen geführt haben. Diese waren in dem am Freitag veröffentlichten COT-Report (Commitments of Traders) über die eingegangenen Futurespositionen der diversen Marktakteure noch gar nicht enthalten, weil dieses stets auf den Daten vom Dienstag basieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Netto-Long-Position großer wie kleiner Spekulanten erneut reduziert hat, ist daher relativ groß.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 3,70 auf 1.613,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Auf Talfahrt

Bei feiertagsbedingt dünnem Handel geriet der Ölpreis im Zuge eines stärkeren Dollars massiv unter Druck. Der Dollarindex, welcher die US-Devise mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, legte seit Anfang Februar um über zwei Prozent zu und macht dadurch den fossilen Energieträger für andere Volkswirtschaften teurer. Am Vormittag dürften sich die Investoren vor allem für den Konjunkturausblick des ZEW für die deutsche Wirtschaft interessieren. Sowohl bei der Einschätzung der Lage als auch bei der Einschätzung der Perspektiven soll es einen Anstieg gegeben haben.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (März) um 0,48 auf 95,38 Dollar, während sein Pendant auf Brent (April) um 0,08 auf 117,30 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: Julian Mezger

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