von Jörg Bernhard
Die Organisation vertritt die wichtigsten Goldförderer der Welt. Ihr Statement untermauert das starke Nachfrageinteresse bei Gold mit konkreten Zahlen. So stieg die globale Goldnachfrage im vergangenen Jahr auf 4.067,10 Tonnen an, was einem Gegenwert von 205,5 Milliarden Dollar entsprach. Die nachgefragte Menge stellte damit das höchste Niveau seit 1997 dar. Diese war vor allem von Investoren getragen, wobei China und Indien dank ihres wachsenden Wohlstands und Europa aufgrund der Eurokrise als besonders starke Nachfrager auftraten. In diesem Jahr könnten die Chinesen die Inder beim Appetit auf das gelbe Edelmetall erstmals überflügeln. Auf kurze Sicht präsentiert sich Gold derzeit ohne klaren Trend. Sollte die Rettung Griechenlands fehlschlagen, drohen massive Verkäufe an den Terminmärkten. Sollte sich das Siechtum der Griechen ohne Zahlungsunfähigkeit fortsetzen, dürfte das Interesse an Gold hingegen weiterhin anhalten. Die Aufschiebung der Hilfszusage an Griechenland brachte den Goldpreis zuletzt erheblich unter Druck.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 18,50 auf 1.709,60 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: US-Arbeitsmarktdaten helfen
Die um 14.30 Uhr veröffentlichten wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen besser als erwartet aus. Statt des laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten prognostizierten Anstiegs von 358.000 auf 365.000 Anträge gab es lediglich 348.000 neue Arbeitslose. Die zeitgleich gemeldeten Baubeginne bei US-Eigenheimen fielen mit 699.000 ebenfalls besser als erwartet aus. Der Ölpreis zeigte sich danach mit anziehenden Notierungen.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigt sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,59 auf 101,21 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,43 auf 119,36 Dollar anzog.
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