07.12.2012 15:09
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Gold: Schon wieder unter 1.700 Dollar

Gold: Schon wieder unter 1.700 Dollar
Gold und Rohöl
Die Nervosität an den Goldmärkten hat zugenommen. Selbst bei den Analysten von Goldman Sachs wächst die Skepsis.
von Jörg Bernhard

Die im Rohstoffsektor besonders angesehenen Goldman-Sachs-Analysten halten Anfang 2013 zwar noch eine Goldrally für möglich, sehen aber wachsende Rückschlagrisiken und begründen dies mit dem Erholungspotenzial der US-Wirtschaft. Während andere Experten der Fiskalklippen-Phobie verfallen, scheinen die „Goldmänner“ diesbezüglich gegen den Strom zu schwimmen – man darf gespannt sein, welche Prognosen sich bewahrheiten werden. Doch selbst, falls die US-Wirtschaft wieder zulegen sollte, das Vertrauen in Papiergeld und die Rückzahlung der immensen Staatsschulden dürften weiterhin ein großes Problem bleiben. Und grundsätzlich könnte man einer erstarkenden Wirtschaft mit Blick auf Gold auch positive Aspekte abgewinnen, schließlich haben die Konsumenten dann mehr Geld zu Verfügung, um es in Gold zu investieren. Steigende Zinsen können sich jedoch zweifellos als Gift für Gold betrachtet werden. Eines ist sicher: Langweilig dürfte es 2013 weder an den Goldmärkten, noch an den anderen Finanzmärkten werden.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 4,90 auf 1.696,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl profitiert von Arbeitsmarktdaten

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen besser als erwartet aus und brachten den Ölpreis danach in etwas höhere Kursregionen. Statt eines prognostizierten Anstiegs der Arbeitslosenrate von 7,9 auf 8,0 Prozent und eines Rückgangs neu geschaffener Stellen von 171.000 auf 80.000 lagen die tatsächlichen Zahlen bei 7,7 Prozent bzw. 146.000 neuen Jobs. Als nächstes müssen die Marktakteure noch den von der Uni Michigan ermittelten Index zum Konsumentenvertrauen (15.55 Uhr) überstehen, danach dürfte das Motto lauten: Endlich Wochenende!
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,35 auf 86,61 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,80 auf 107,83 Dollar anzog.

Bildquellen: Vitaly Korovin / Shutterstock.com
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