von Jörg Bernhard
Mit dem nahenden Jahreswechsel häufen sich in den Zeitschriften traditionell die Ausblicke für das kommende Börsenjahr. In der aktuellen Ausgabe von Euro am Sonntag wurden 24 Banken nach ihren Meinungen zu diversen Aktienindizes und Rohstoffen befragt, darunter auch Gold befragt. Die abgegebenen Prognosen reichten von 1.720 Dollar (Citigroup) bis 2.100 Dollar (Erste Group) und ergaben einen Mittelwert von 1.904 Dollar. Auf Basis des aktuellen Goldpreises entspräche dies einem Aufwärtspotenzial in Höhe von 11,3 Prozent. Unter der Annahme, dass das gelbe Edelmetall das diesjährige Plus (aktuell: 9,4 Prozent) über den Jahresultimo retten kann, wäre dies dann das 13. Gewinnjahr (!) in Folge.
Starken Zuspruch erhält Gold derzeit vor allem von langfristig orientierten Investoren, die ihr Geld aufgrund der Staatsschuldenkrisen beiderseits des Atlantiks in physisch besicherte Goldprodukte umschichten, während an den Terminmärkten die Abgabebereitschaft spekulativer Marktakteure stark angewachsen ist.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit leicht nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 4,00 auf 1.710,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Stabile Tendenz
Wenig Bewegung kann man derzeit dem Ölpreis attestieren. Möglicherweise hemmt die anstehende Fed-Sitzung, deren Ergebnis am morgigen Mittwoch veröffentlicht wird, die Bereitschaft größere Futures-Positionen in Rohöl einzugehen. Mit Blick auf den Konjunkturkalender dürften sich die Akteure an den Energiemärkten am Nachmittag vor allem für die US-Handelsbilanz (Oktober) interessieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich das Defizit von 41,5 auf 42,8 Milliarden Dollar ausgeweitet haben.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,15 auf 85,71 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,20 auf 107,53 Dollar anzog.
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