von Jörg Bernhard
Die „Fiskalklippen“ vor Augen, suchen besorgte Anleger Schutz im sicheren Hafen Gold, was sich vor allem an der gestiegenen Nachfrage bei Gold-ETFs ablesen lässt. An den Terminmärkten ging es mit dem Optimismus allerdings sukzessive bergab. Seit Anfang Oktober reduzierte sich die Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) großer und kleiner Spekulanten von 269.270 auf 207.742 Futures (-23,0 Prozent). In Indien steuert die Hochzeitssaison in dieser Woche auf ihren Höhepunkt zu. Weil das gelbe Edelmetall aufgrund der schwachen indischen Rupie und gestiegener Importzölle weiterhin relativ teuer ist und die indische Wirtschaft auch schon einmal bessere Tage gesehen hat, blieb ein echter Nachfrageboom aber bislang aus.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,10 auf 1.734,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Feiertag in den USA
Von der Konjunkturfront droht heute kein Ungemach – weder aus den USA, wo der Veteranentag die Umsätze an den Aktienmärkten begrenzen dürfte, noch in Europa. Diesseits des Atlantiks richten sich die besorgten Blicke der Investoren vor allem nach Brüssel, wo wieder einmal ein EU-Krisengipfel nach Auswegen aus der Eurokrise sucht. Griechenland muss einmal mehr um die nächste Tranche an Hilfsgeldern bangen und sie höchstwahrscheinlich trotz hoffnungsloser Wirtschaftslage erhalten.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit relativ stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,29 auf 85,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,05 auf 109,45 Dollar anzog.
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