von Jörg Bernhard
In den Tagen zuvor punktete der Dollar gegenüber dem gelben Edelmetall in seiner Rolle als sicherer Hafen. In die neue Woche startete die US-Währung allerdings mit schwächerer Tendenz, was wiederum über die negative Korrelation dem Goldpreis zu Gute kam. Wachsendes Interesse wurde von indischen Juwelieren gemeldet, die sich offensichtlich auf eine anziehende Nachfrage wegen der anstehenden Hochzeitssaison rüsten. In der vergangenen Woche hielt sich bei ETF-Investoren das Interesse in Grenzen. Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares reduzierte sich die gehaltene Goldmenge auf Wochensicht von 1.340,52 auf 1.334,19 Tonnen.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,40 auf 1.726,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Spekulanten auf dem Rückzug
Laut aktuellem COT-Report (Commitments of Traders) vom Freitag haben die spekulativen Marktakteure ihre Netto-Long-Positionen (optimistische Markterwartung) an den Terminmärkten spürbar zurückgefahren. Die kumulierte Netto-Long-Position großer wie kleiner Spekulanten sank von 217.022 auf 209.383 Kontrakte (-3,5 Prozent). Dabei schlug vor allem die wachsende Skepsis der Großspekulanten ins Kontor. Deren Netto-Long-Position reduzierte sich nämlich von 213.598 auf 206.472 Futures (-3,4 Prozent). Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage zwar etwas beruhigt, bei der US-Sorte WTI droht allerdings weiterhin ein Test der bei 88 Dollar verlaufenden Unterstützungszone.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (November) um 0,45 auf 90,50 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Dezember) um 0,57 auf 110,71 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger