von Jörg Bernhard
Beim Blick auf die Performance der vergangenen Wochen und angesichts der vergleichsweise niedrigen Volatilität dürften sich Goldinvestoren mit ihrem Edelmetall ausgesprochen wohl fühlen. Mit einer historischen 20-Tage-Volatilität in Höhe von 14,5 Prozent weist es unter sämtlichen Edelmetallen die mit Abstand geringste Schwankungsintensität auf. In dieser Woche stehen Inflationszahlen aus China und Deutschland zur Bekanntgabe an. Im Reich der Mitte scheint sich die Teuerung weiter zu beruhigen. Umfragen zufolge soll es im Januar zu einer Stagnation im Bereich von 4,1 Prozent gekommen sein.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 3,30 auf 1.721,60 Dollar pro Feinunze.
Brent/WTI-Spread deutlich ausgeweitet
Der Preisunterschied zwischen der Nordseemarke Brent und der US-Sorte WTI hat sich mit 20,29 Dollar auf den höchsten Stand seit November ausgedehnt. Zur Erinnerung: Anfang Januar lag er zeitweise noch im einstelligen Bereich. Während diesseits des Atlantiks ein angespanntes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage vorlag, sorgten jenseits des Atlantiks gestiegene Lagermengen für eine üppige Versorgung. In Europa wirken sich aber auch zwei andere Faktoren preistreibend aus. Zum einen trifft der Produktionsstopp des Südsudans vor allem die europäische Nachfrage. Zum anderen wirkt sich das beschlossene Ölembargo der Europäer gegen den Iran bereits als Unsicherheitsfaktor aus.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,75 auf 96,16 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,52 auf 116,45 Dollar anzog.
Bildquellen: Julian Mezger