von Jörg Bernhard
Obwohl in Brüssel in erster Linie das Thema Bankenaufsicht vorangebracht werden soll, bewegt derzeit vor allem die ungewisse Zukunft Spaniens die Gemüter der Investoren. Fortschritte auf diesem Gebiet in Form einer Flucht des Landes unter den ESM-Rettungsschirm könnten dem Euro zu einem Höhenflug verhelfen und über die negative Korrelation zum Dollar auch den Goldpreis mit nach oben ziehen. Bei ETF-Anlegern hat sich das Interesse seit Donnerstag hingegen leicht abgekühlt. Die gehaltene Goldmenge physisch besicherter Goldprodukte fiel in diesem Zeitraum laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Rekordwert bei 2.582,98 auf 2.577,25 Tonnen zurück.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,50 auf 1.749,80 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Reichlich versorgte US-Märkte
Der am Dienstagabend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute brachte es einmal mehr an den Tag. Amerika ist mit Öl mehr als reichlich versorgt, erhöhten sich doch die Lagerreserven mit 3,7 Millionen Barrel recht deutlich. Am Nachmittag steht der Wochenbericht der US-Energiebehörde EIA (16.30 Uhr) zur Bekanntgabe an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll hier das Plus mit einem geschätzten Durchschnittswert von 1,5 Millionen Barrel erheblich geringer ausgefallen sein. Zuvor gab es aber noch neue Daten vom US-Immobilienmarkt. Im September fielen die Baubeginne bzw. Baugenehmigungen mit 872.000 bzw. 894.000 deutlich besser als erwartet aus. Der WTI-Ölpreis reagierte darauf mit anziehenden Notierungen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (November) um 0,41 auf 92,50 Dollar, während sein Pendant auf Brent (Dezember) aufgrund des Kontraktwechsels um 0,40 auf 113,60 Dollar zurückfiel.
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