von Jörg Bernhard
Aus charttechnischer Sicht erwies sich der im Februar zu beobachtende Kursrutsch unter die 200-Tage-Linie als gutes Verkaufssignal, nachdem sich seit Mitte Dezember sechs Signale dieser Art als „Bärenfalle“ erwiesen hatten. Eine wichtige Unterstützungszone verläuft nun im Bereich von 1.550 Dollar. Beim Timingindikator Relative-Stärke-Index wird mit dem Rutsch unter die Marke von 30 Prozent eine überverkaufte Lage angezeigt. Ein Kaufsignal würde entstehen, falls der Index die 30-Prozent-Marke nach oben durchbrechen sollte.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 10,00 auf 1.568,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Nervosität wächst
Nach der Bekanntgabe des Fed-Protokolls der jüngsten US-Notenbanksitzung tendierte der Ölpreis in tiefere Regionen. Der am späten Abend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute wies zudem einen Anstieg der gelagerten Ölmengen um drei Millionen Barrel aus und ließ massiven Verkaufsdruck aufkommen. Am Nachmittag steht in den USA eine regelrechte Flut wichtiger Konjunkturdaten zur Bekanntgabe an. Neben aktuellen Inflationszahlen und den wöchentlichen Neuanträgen auf Arbeitslosenhilfe (beide 14.30 Uhr) dürften um 16.00 Uhr die Verkäufe existierender Eigenheime und der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed für ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit sorgen. Am Ölmarkt könnte hingegen der EIA-Wochenbericht neue Impulse generieren. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll sich die gelagerte Ölmenge um zwei Millionen Barrel erhöht haben.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,74 auf 94,48 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,65 auf 114,95 Dollar zurückfiel.
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