von Jörg Bernhard
So meinte Charles Evans, der Präsident der Chicago Fed, dass die US-Notenbank die Wirtschaft weiterhin unterstützen solle. Er befürwortet ein Ende der Anleihekäufe, falls die US-Wirtschaft innerhalb von sechs Monaten 1,0 bis 1,5 Millionen neue Jobs schaffe. Zur Erinnerung: Im Dezember lag die Zahl bei „lediglich“ 155.000. Hochgerechnet auf sechs Monate wäre die von Evans genannte „Hausnummer“ verfehlt worden. Er geht davon aus, dass keine Zinserhöhungen in diesem und im kommenden Jahr anstehen. Für Gold wären diese schlecht, schließlich würden dadurch die Opportunitätskosten des gelben Edelmetalls zunehmen. Der schwache Dollar half dem Goldpreis in den vergangenen drei Handelstagen kaum nach oben. Während der Dollarindex, der die US-Währung mit sechs anderen wichtigen Währungen vergleicht, in diesem Zeitraum Kursverluste von in der Spitze 1,7 Prozent hinnehmen musste, tendierte das gelbe Edelmetall lediglich seitwärts.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich Gold mit etwas höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 2,90 auf 1.672,30 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Spannung wegen US-Einzelhandelszahlen
Am Nachmittag steht die mit Spannung erwartete Veröffentlichung der Dezemberzahlen zum US-Einzelhandel an. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll es eine Verlangsamung des Wachstums von 0,3 (November) auf 0,2 Prozent gegeben haben. Aus charttechnischer Sicht steht sowohl WTI als auch Brent vor markanten Widerständen, deren nachhaltiges Überwinden Schwierigkeiten bereiten dürfte.
Am Dienstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,40 auf 93,74 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,31 auf 111,57 Dollar zurückfiel.
Die Top- und Flop-Rohstoffe 2012:
Platz 36: Kaffee
-35,24% (2011: 15. Platz)
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