20.06.2013 17:45

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GOLD UND ROHÖL

Gold: Unter 1.300 Dollar abgerutscht



Gold: Unter 1.300 Dollar abgerutscht
Ben Bernankes Terminplan zum Zurückfahren und zum Ende von QE3 löste eine wahre Verkaufswelle aus. So rutschte der Goldpreis sogar unter der Marke von 1.300 Dollar.

von Jörg Bernhard

Damit hat sich sowohl aus fundamentaler wie auch charttechnischer Sicht die Stimmung massiv eingetrübt. Fundamental rechnen die Marktakteure offensichtlich mit einem Ende der Liquiditätsflut und steigenden Zinsen – beides gilt erfahrungsgemäß als Belastungsfaktor. Aus charttechnischer Sicht eröffnete sich mit dem Verletzen der bei 1.340 Dollar verlaufenden Unterstützung weiteres Abwärtspotenzial. Die nächste Haltezone liegt nun bei 1.200 Dollar.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 16.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 76,80 auf 1.297,20 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Gute Konjunkturdaten verpuffen

Nach Ben Bernankes Dämpfer sorgen internationale Konjunkturdaten für miese Laune an den Energiemärkten. Am Vormittag veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes aus China, Frankreich und der Eurozone haben allesamt einen Tenor: Angesichts von Indexständen unter 50 Punkte befinden sich die jeweiligen Volkswirtschaften in einer Schwächephase, wobei sich Deutschland mit einem Indexstand von 50,9 Punkten im Juni diesem Negativtrend entzogen hatte. Die am frühen Nachmittag in den USA veröffentlichten wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 354.000 deutlich besser als erwartet aus. Die um 16.00 Uhr gemeldeten Nachrichten vom Immobilienmarkt und der Konjunkturausblick der Philadelphia Fed konnten dem Ölpreis nicht helfen. So fielen im Mai die Verkäufe bestehender US-Eigenheime mit 5,18 Millionen Einheiten und auch der Index der Philadelphia Fed mit plus 12,5 Zählern deutlich besser als erwartet aus.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit stark fallenden Notierungen. Bis gegen 16.45 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (Juli) um 2,99 auf 95,25 Dollar, während sein Pendant auf Brent (August) um 3,49 auf 102,63 Dollar zurückfiel.

Bildquellen: FikMik / Shutterstock.com

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