von Jörg Bernhard
Obwohl die Zinssenkung erwartet worden war, überraschte der Kursrutsch des Euro unter die Marke von 1,24 Dollar viele Marktakteure. Weil Dollar und Gold normalerweise eine negative Korrelation attestiert wird, setzten markante Gewinnmitnahmen ein. Diese ließen den am aktivsten gehandelten Gold-Future im Tief auf 1.597,50 Dollar absacken. Aufgrund des Kursrutsches unter die Marke von 1.600 Dollar droht nun auf Wochensicht ein Minus. Aus charttechnischer Sicht bleibt Gold (noch) im „Niemandsland“ bzw. einem Seitwärtstrend gefangen. Wegen des US-Feiertags veröffentlicht die CFTC ihren wöchentlichen COT-Report (Commitments of Traders), der die aktuelle Marktstimmung an den Terminmärkten aufzeigt, erst am Montagabend.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 20,30 auf 1.590,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen
Der am Donnerstagnachmittag veröffentlichte Wochenbericht des US-Energieministeriums konnte trotz eines stärker als erwarteten Rückgangs der gelagerten Ölmengen keine Käufe generieren. Der starke Dollar verhinderte dies bislang. Der heute um 14.30 Uhr veröffentlichte Monatsbericht des US-Arbeitsministeriums fiel relativ negativ aus. Die Arbeitslosenrate fiel mit 8,2 Prozent (Mai: 8,2 Prozent) zwar wie erwartet aus, die Zahl neu geschaffener Stellen außerhalb des Landwirtschaftssektors überraschte mit 90.000 jedoch negativ und ließ den Ölpreis deutlich „abschmieren“.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 2,73 auf 84,49 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,35 auf 98,35 Dollar zurückfiel.
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