von Jörg Bernhard
Außerdem wurden für Deutschland und Frankreich wenig beängstigende Inflationsraten gemeldet. Die endgültige Zahl zur deutschen Januar-Teuerungsrate fiel gegenüber dem Vorjahreswert mit 1,7 Prozent wie erwartet aus, während sie in Frankreich sogar von 1,3 auf 1,2 Prozent reduziert worden war. Weil die Perspektiven der Weltkonjunktur weniger schlecht als befürchtet aussehen, stecken viele Anleger ihr Geld lieber in Aktien als in Gold. So mancher Blue Chip weist trotz der Kursrally des vergangenen Jahres – im Gegensatz zu Staatsanleihen bester Bonität – ausgesprochen attraktive Dividendenrenditen aus. Zinsen oder andere Ausschüttungen hat das gelbe Edelmetall hingegen nicht zu bieten, so dass seine relative Attraktivität gegenüber anderen Vermögensklassen derzeit etwas ins Hintertreffen gerät.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit fallenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 12,00 auf 1.592,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Keine klare Richtung
Am Nachmittag wurden aktuelle Daten vom US-Immobilienmarkt veröffentlicht – diese fielen etwas schlechter als erwartet aus. Mit 890.000 Baustarts und 925.000 Baugenehmigungen entwickelte sich der Markt für neue US-Eigenheime weniger dynamisch als erwartet. Wegen des US-Feiertags am Montag wird der Wochenbericht der US-Energiebehörde erst am morgigen Donnerstag veröffentlicht. Das Update vom American Petroleum Institute erfolgt hingegen zum US-Handelsschluss und könnte – je nach Tenor – neue Impulse liefern. Zuvor dürften sich die Investoren aber für ein anderes Event interessieren, das Fed-Protokoll zur vorigen Notenbanksitzung. Dieses könnte Hinweise auf die Gemütslage der jeweiligen Notenbank-Gouverneure liefern. Sollten die Marktakteure zu der Erkenntnis gelangen, dass die Fed ihren Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen wird, dürfte die Verkaufslaune an den Energiemärkten markant zunehmen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt (März) um 0,06 auf 96,60 Dollar, während sein Pendant auf Brent (April) um 0,66 auf 116,86 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: LisaS. / Shutterstock.com