von Jörg Bernhard
Als Damoklesschwert schwebt weiterhin das drohende Scheitern bei den Verhandlungen um eine Einigung im Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern über dem Goldmarkt. Aus charttechnischer Sicht drückt vor allem der jüngste Kursrutsch unter die 200-Tage-Linie auf die Stimmung. Ohne eine markante Goldpreiserholung droht diese, nach unten zu drehen, was unter Chartisten gar nicht gerne gesehen wird. Knapp unter der Marke von 1.660 Dollar versucht sich das gelbe Edelmetall derzeit an einer Bodenbildung.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 3,30 auf 1.657,40 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Wichtige Konjunkturdaten vor der Tür
In den USA stehen einige konjunkturelle Highlights auf der Agenda. Dabei dürften sich die Investoren vor allem für die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe (14.30 Uhr) sowie die Novemberverkäufe neuer US-Eigenheime (16.00 Uhr) interessieren. Während letztere laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten von 368.000 auf 375.000 angestiegen sein könnten, droht am Arbeitsmarkt in der letzten Handelswoche des Jahres mit einem Anstieg von 361.000 auf 365.000 eine leichte Verschlechterung der Lage. Für die Akteure an den Energiemärkten dürfte aber auch der anstehende Wochenbericht der US-Energiebehörde von großem Interesse sein. Laut dem Kreditkartenunternehmen Mastercard sind in der vergangenen Woche die Benzinumsätze um 4,5 Prozent auf 8,95 Millionen Barrel angestiegen.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit anziehenden Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,16 auf 91,14 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,01 auf 111,08 Dollar anzog.
Bildquellen: tankist276 / Shutterstock.com