von Jörg Bernhard
Das nach oben revidierte BIP-Wachstum für das dritte Quartal war hierfür maßgeblich verantwortlich gemacht worden. Damit schmolz der Jahresgewinn 2012 auf nur noch 4,3 Prozent zusammen. Eine starke Wirtschaft lässt die Attraktivität des gelben Edelmetalls als sicheren Hafen verblassen und Investoren andere Vermögensklassen wie zum Beispiel Aktien aufsuchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihr Expansionstempo beibehält, ist dadurch markant gesunken. Wie in den Wochen zuvor geht der Verkaufsdruck vor allem von den Terminbörsen aus. Bei physisch besicherten Goldprodukten kam dieser Trend bislang nicht an. So stieg deren gehaltene Goldmenge noch am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch von 2.631,79 Tonnen an. Wie sich die Marktpositionen der Spekulanten bis Dienstag entwickelt haben, erfahren die Anleger am Abend. Die jüngste Verkaufswelle dürfte darin allerdings noch nicht enthalten sein.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 4,50 auf 1.666,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Geschwächt ins Wochenende
An den Energiemärkten standen am letzten Handelstag vor dem Weihnachtsfest zwei wichtige Konjunkturindikatoren vor der Tür: die Zahlen zur Industrieproduktion sowie die persönlichen Einnahmen und Ausgaben der US-Konsumenten. Beide fielen zwar besser als erwartet aus, konnten dem Ölpreis allerdings keine Impulse für eine Aufwärtsbewegung mitgeben.
Am Freitagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 1,00 auf 89,13 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,50 auf 109,70 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Vitaly Korovin / Shutterstock.com