von Jörg Bernhard
Dies bringt auch die historische 20-Tage-Volatilität zum Ausdruck. Sie bewegt sich derzeit bei lediglich 13 Prozent, nachdem die Risikokennzahl Mitte Juli noch 10 Prozentpunkte höher gelegen war. Dabei dürfte die Unterstützung der EZB-Pläne zum Aufkauf von Staatsanleihen angeschlagener Staaten durch Angela Merkel eine wichtige Rolle gespielt haben. Nun richten sich die Blicke vor allem auf die psychologisch wichtige Marke von 1.600 Dollar. Ein Absacker darunter könnte chartinduzierte Verkäufe auslösen. Doch richtig bedrohlich wird die Lage erst, falls sich der Goldpreis seiner Unterstützungszone im Bereich von 1.540 Dollar annähern sollte. Dieses Risiko kann derzeit aber vernachlässigt werden.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 0,30 auf 1.612,50 Dollar pro Feinunze.
Ölpreis: Trotz rückläufiger Lagermengen schwächer
Positive Aktienmärkte und ein schwacher Dollar haben dem Ölpreis am gestrigen Dienstag in höhere Kursregionen verholfen.
Der vom American Petroleum Institute veröffentlichte Wochenbericht wies zwar einen Rückgang um 5,4 Millionen Barrel aus, der Konsum von Öl und Benzin entwickelte sich dennoch ausgesprochen schwach. Am Nachmittag folgt in den USA noch das Update der US-Energiebehörde EIA. Am gestrigen Dienstag revidierte sie ihre bisherige durchschnittliche Ölpreisprognose (2012) für WTI und Brent von 92,83 auf 93,90 Dollar bzw. 106,00 auf 108,07 Dollar. In den kommenden Handelstagen könnte es angesichts der anstehenden Veröffentlichung wichtiger Meldungen von der Konjunkturfront wieder etwas turbulenter werden.
Am Mittwochvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,31 auf 93,36 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,30 auf 111,70 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Julian Mezger