von Jörg Bernhard
Hierfür dürften der heutige US-Feiertag (Unabhängigkeitstag) sowie die abwartende Haltung der Marktakteure im Vorfeld der morgigen Sitzung der EZB maßgeblich verantwortlich sein. Offensichtlich haben sich die Spekulanten angesichts einer erwarteten Zinssenkung bereits in der vergangenen Woche entsprechend positioniert. Sollte diese ausbleiben, droht dem Edelmetall eine technische Korrektur. Zur Erinnerung: Seit dem Freitagstief hat sich der Gold-Future mittlerweile um immerhin 1551,3 Prozent erholt. Aus charttechnischer Sicht drohen im Bereich von1.630 bis 1.640 Dollar Widerstände, deren Überwinden relativ schwierig werden dürfte.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 5,30 auf 1.616,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Gewinnmitnahmen nach Rally
Zahlreiche Spekulanten haben ihre Positionen nach dem starken Ölpreisanstieg und wegen des heutigen US-Feiertags reduziert. Die am Vormittag für Europa gemeldeten Konjunkturdaten vermochten die Investoren nicht zu begeistern. Während mit einem Wachstum gegenüber dem Vormonat in Höhe von 0,6 Prozent die Einzelhandelsumsätze der Eurozone im Mai besser als erwartet ausfielen, gab es beim Einkaufsmanagerindex für den deutschen Dienstleistungssektor eine Enttäuschung. Sollte im weiteren Tagesverlauf aus dem Iran kein weiteres „Säbelrasseln“ zu hören sein, dürfte sich der ruhige Handel an den Energiemärkten höchstwahrscheinlich fortsetzen.
Am Mittwochnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.15 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,58 auf 87,08 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,70 auf 99,98 Dollar zurückfiel.