von Jörg Bernhard
Die Hoffnung auf ein erfolgreiches Umschiffen der „Fiskalklippe“ in den USA sowie die geopolitischen Risiken im Nahen Osten lassen Investoren weiterhin Gefallen an Gold finden. Rekordhohe Lagermengen bei ETFs sind ein Beweis hierfür. In dieses Bild passt aber auch die am Montagabend erfolgte Herabstufung der Bonität Frankreichs durch die Ratingagentur Moody`s. So wurde die Topnote „Aaa“ um eine Stufe auf „Aa1“ herabgesetzt. Bei einem weiterhin negativen Ausblick droht eine erneute Herabstufung. Die Ratingagentur begründete den Schritt damit, dass sich Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten eingetrübt hätten. Damit hat sich die Eurokrise wieder zurückgemeldet – Ausgang offen.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 2,50 auf 1.731,90 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Weiter im roten Bereich
Sollte der Konflikt zwischen Israel und der Hamas auf andere Länder übergreifen, droht ein weiterer Anstieg des Ölpreises. Aus fundamentaler Sicht wäre dieser allerdings nicht gerechtfertigt, schließlich sind die Energiemärkte dank hoher Exporte Saudi-Arabiens und dem Förderboom in den USA mehr als reichlich mit dem fossilen Energieträger versorgt. Außerdem befindet sich die konjunkturbedingte Nachfrage auf dem Rückzug. Die am Nachmittag veröffentlichten Baustarts für Oktober fielen mit 894.000 deutlich besser als erwartet aus. Am Abend folgt dann noch eine Rede von Ben Bernanke (18.15 Uhr) in New York, die an den Finanzmärkten Impulse – in welche Richtung auch immer – generieren könnten.
Am Dienstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,50 auf 88,78 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,18 auf 111,52 Dollar zurückfiel.
Bildquellen: Julian Mezger