von Jörg Bernhard
Getragen von starken Aktienmärkten nahm der Risikoappetit der Anleger deutlich zu. Laut einer Datenerhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg haben sich die gehaltenen Goldbestände physisch besicherter Goldprodukte um 0,2 Prozent auf 2.376,21 Tonnen erhöht. Damit fehlt nicht mehr viel zum Mitte Dezember markierten Rekordstand. Die positive Entwicklung der Einkaufsmanagerindizes in Europa und den USA haben die Hoffnung geschürt, dass die europäische Schuldenkrise beherrschbar zu werden scheint. Die europäische Inflationsrate befindet sich ebenfalls in einer Phase der Stabilisierung. Am gestrigen Mittwoch wurde gemeldet, dass sie sich von 2,8 auf 2,7 Prozent reduziert hat.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 1,00 auf 1.750,50 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Auf Sechswochentief gefallen
Der Ölpreis rutschte zur Wochenmitte auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen, nachdem die gelagerten Ölreserven um 4,2 Millionen Barrel gestiegen anzogen und der Benzinverbrauch auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren gefallen war. Der Spread zwischen Brent- und WTI-Rohöl weitete sich auf über 14 Dollar aus, der höchste Wert seit dem 11. November. Geopolitische Risiken wurden hierfür verantwortlich gemacht. So wachsen die Sorgen um Nigeria, das Land von Afrikas größtem Ölproduzenten. Präsident Goodluck Jonathan kämpft derzeit an mehreren politischen Fronten um sein Überleben. Seine Entscheidung, Subventionen im Volumen von acht Milliarden Dollar zu streichen, haben ihm in der Bevölkerung viel Rückhalt gekostet.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,03 auf 97,64 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,56 auf 112,12 Dollar anzog.
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