von Jörg Bernhard
Anleger muss dies allerdings nicht beunruhigen, schließlich übertraf die Nachfrage mit 1.084,60 Tonnen das Vorquartal um immerhin 10 Prozent. Außerdem war Q3 2011 ein extrem starkes Quartal und relativiert damit das aktuelle Minus. Die aktuelle Entwicklung war von deutlich geringerem Kaufinteresse bei Barren und Münzen und einem moderaten Nachfrageschwund im Schmuck- und Technologiesektor gekennzeichnet, während bei physisch besicherten Gold-ETFs ein starker Anstieg verzeichnet worden war. Mit 136 Tonnen stellte sich hier gegenüber dem Vorquartal ein Plus von 56 Prozent ein. Notenbanken wurden in dem Bericht einmal mehr als Nettokäufer ausgemacht. Insgesamt habe sich die Nachfrage auf 97,6 Tonnen belaufen, wobei in diesem Zusammenhang die Notenbanken von Brasilien (1,7 Tonnen), Paraguay (7,5 Tonnen) und Südkorea als (16,0 Tonnen) als besonders „goldhungrig“ erwähnt wurden.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 6,90 auf 1.723,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Trotz schwachem Arbeitsmarkt stabil
Die wöchentlichen Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen deutlich schlechter als erwartet aus. Statt eines erwarteten Anstiegs von 355.000 auf 376.000 Anträge (Quelle: Bloomberg-Umfrage) lag die tatsächliche Zahl bei 439.000. Nun dürften sich die Marktakteure verstärkt für den Konjunkturausblick der Philadelphia Fed (16.00 Uhr) sowie den Rohöl-Wochenbericht des US-Energieministeriums interessieren (17.00 Uhr). Man darf gespannt sein, ob die Daten die drohende „Fiskalklippe“ – zumindest vorübergehend – in Vergessenheit geraten lässt.
Am Donnerstagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 14.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt</strong> um 0,22 auf 86,54 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,02 auf 110,63 Dollar anzog.
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