von Jörg Bernhard
Am Mittwoch stürzte der am aktivsten gehandelte Gold-Future im Tief auf 1.708 Dollar ab und hinterließ dabei einen „Knacks“ beim Marktsentiment. Der schwache US-Dollar war für die aktuelle Erholung maßgeblich verantwortlich. Da in den USA der Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern über den künftigen Staatshaushalt („Fiskalklippe“) weiter auf sich warten lässt, scheinen die Risiken der US-Wirtschaft zum Jahreswechsel einzubrechen, alles andere als vom Tisch zu sein. Die große Frage hinsichtlich Gold lautet: Was wiegt im Falle eines Scheiterns bei den Marktakteuren stärker, das Bedürfnis einen sicheren Hafen anzusteuern oder Liquidität zu schaffen, um für Schlimmeres gewappnet zu sein?
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Goldpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 5,50 auf 1.718,20 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Positiver Wochenstart
Am Vormittag veröffentlichte Konjunkturdaten aus Europa fielen wie erwartet aus. Während der deutsche Einkaufsmanagerindex für November von 46,0 auf 46,8 Zähler anzog, gab es bei seinem europäischen Pendant einen Anstieg von 45,4 auf 46,2 Punkte. Am Nachmittag wird in den USA der ISM-Einkaufsmanagerindex für November (16.00 Uhr) veröffentlicht. Laut einer Bloomberg-Umfrage unter Analysten soll dieser mit 51,7 Zählern unverändert tendieren. Zur Erinnerung: Werte über 50 werden als wirtschaftliche Wachstumsphase interpretiert. Aus charttechnischer Sicht fällt auf, dass sich die US-Sorte WTI weiterhin relativ schwach und die Nordseemarke Brent relativ stark präsentieren. Zwei Faktoren dürften hierfür maßgeblich verantwortlich sein: Der Förderboom in den USA sowie die geopolitischen Risiken im arabischen Raum.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,94 auf 89,95 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,42 auf 111,65 Dollar anzog.