10.12.2012 07:55
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Goldpreis: Kampf um 1.700 Dollar geht weiter

Goldpreis: Kampf um 1.700 Dollar geht weiter
Gold und Rohöl
In den vergangenen vier Handelstagen war der Goldhandel vom Kampf um die Marke von 1.700 Dollar geprägt. In die neue Woche startete der Goldpreis relativ stabil.
von Jörg Bernhard

Der massive Verkaufsdruck ging vor allem von den Terminmärkten aus, wo einerseits über Put-Optionen massive Wetten gegen Gold aufgebaut wurden und andererseits an den Futures-Märkten der Optimismus unter den spekulativen Marktakteuren deutlich zurückgefahren wurde. So brach laut aktuellem COT-Report die kumulierte Netto-Long-Position vom 27. November bis 4. Dezember von 252.047 auf 217.596 Kontrakte (-13,7 Prozent) ein. Im ETF-Sektor kam diese Skepsis bislang noch nicht zum Tragen. Beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares nahm die gehaltene Goldmenge in der vergangenen Woche zum Beispiel von 1.348,83 auf 1.353,35 Tonnen zu. Am Montagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 4,50 auf 1.710,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Chinesische Konjunkturdaten helfen

Auf die am Wochenende veröffentlichten chinesischen Konjunkturdaten reagierte der Ölpreis mit gehaltenen Notierungen. Kein Wunder, schließlich fiel sowohl die jährliche Wachstumsrate bei der Industrieproduktion (+10,1 Prozent) als auch die Zahlen zum Einzelhandel (+14,9 Prozent) im November um 0,3 Prozentpunkte besser als erwartet aus. Damit rückte der Aspekt des derzeitigen Überangebots wieder etwas in den Hintergrund. Vor allem in den USA fällt das Angebot aufgrund der gestiegenen Förderung von Rohöl aus Schiefer-Gesteinsschichten erheblich größer als die Nachfrage aus. Zusammen mit der Sorge um den drohenden Konjunkturabsturz über die „Fiskalklippe“ dürfte das Aufwärtspotenzial derzeit aber eher begrenzt erscheinen.
Am Montagvormittag präsentierte sich der Ölpreis mit erholten Notierungen. Bis gegen 7.45 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,47 auf 86,40 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,68 auf 107,70 Dollar anzog.

Bildquellen: Julian Mezger
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