München (silberinfo) - Viele Anleger haben in den vergangenen Monaten in
Edelmetalle investiert und warten auf eine Rally. Doch der erhoffte
Aufwärtstrend bleibt trotz anhaltender Eurokrise aus.
Die Eurozone steht mal wieder am Scheideweg. Die als besonders krisensicher
geltenden Edelmetalle können von der Schuldenproblematik in Griechenland
oder Spanien scheinbar trotzdem nicht profitieren. Auch der G-20-Gipfel in
Mexico brachte keine Lösung. Dabei hat insbesondere unsere Kanzlerin Angela
Merkel in Los Cabos darauf hingewiesen, dass die Probleme keinesfalls auf
die Eurozone zu beschränken sind. Sowohl in den USA, als auch in China läuft
die Wirtschaft längst nicht mehr so rund wie noch vor einem Jahr. Brisant
für die Rohstoffmärkte ist auch die Sanktion der iranischen Ölexporte.
Doch statt dem antizipierten Kursfeuerwerk, kann der Goldpreis gerade einmal
die Unterstützung bei 1.550 US-Dollar halten. Auch die Silbernotierungen
sind aktuell nicht von Stärke gezeichnet und kämpfen stetig mit der Marke
von 28 US-Dollar je Unze. Jetzt scheint sogar die von vielen Analysten
vorhergesagte Jahresend-Rally in Gefahr. Der Grund: Trotz des großen
Interesses der Investoren in den vergangenen Jahren ist Silber zu aller erst
ein Industriemetall. Gerät die weltweite Wirtschaft in Schieflage, könnte
das mittelfristig auch das weiße Metall mit in den Keller ziehen.
Es scheint fast so, als wäre der Markt mit Krisenmeldungen übersättigt. Das
zeigte unlängst insbesondere die Wahl in Griechenland. Etwas mehr Sorgen
macht man sich derzeit um den spanischen Bankensektor und Anleihenmarkt,
aber solange die EZB als Puffer fungiert, wird auch dies die
Edelmetallmärkte nicht anfeuern können. Interessanterweise waren die
stärksten Reaktionen im Vorfeld des Federal Open Market Committee am 20.
Juni zu beobachten. Dabei spekulierte die Medienwelt hauptsächlich darüber,
wie Ben Bernanke nun die US-Konjunktur stimulieren will: kommt eine neue
Runde des Quantitative Easings oder wird das als ,,Operation Twist"
bezeichnete Umschichten von kurzfristigen Anleihen von der FED fortgesetzt.
In den vergangenen Jahren hätten wohl beide Entscheidungen für steigende
Edelmetallkurse gesorgt. Mittlerweile gehen viele Marktteilnehmer offenbar
aber auf Nummer sicher und stoßen spekulative Positionen im Vorfeld ab, was
zu fallenden Kursen führte.
Viele Edelmetallanleger fühlen sich in mitten dieser höchst dynamischen
Entwicklungen scheinbar auch alleingelassen. Sie können die Lage nicht mehr
richtig einschätzen, während die Prognosen vieler Analysten entweder zu
vorsichtig formuliert sind oder zu sehr voneinander abweichen, um ein
eindeutiges Bild zu ergeben. Gerade im Einzelhandel wirkt sich das auf die
Verkaufszahlen aus, aber auch die Edelmetall-ETFs konnten in den vergangenen
Monaten nicht mit einer sonderlich guten Performance glänzen. Aktuell werden
von den weltweiten Gold ETFs rund 2.334 Tonnen physisches Gold verwaltet -
mit einem marginalen Plus von 0,22 Prozent nahezu unverändert gegenüber dem
Jahresbeginn.
Und wie geht es jetzt weiter? Im neuesten BullionReport von silberling.de
wird die fundamentalen Situation tiefgreifender diskutiert. Auch was Anleger
in Anbetracht der aktuellen Flaute von den Edelmetallmärkten in den
kommenden Monaten erwarten können erfahren Sie in dieser regelmäßigen
Publikation zum Thema Gold, Silber und Bullionprodukte.
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port_Juni_2012.pdf
(24.06.2011 ns/si/as/tw)
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June 24, 2012 05:33 ET (09:33 GMT)- - 05 33 AM EDT 06-24-12