von Jörg Bernhard
Die Erwartungshaltung bezüglich der Ankündigung massiver Stützungsaktionen ist relativ groß. Vor zwei Jahren folgte auf das Symposium eine Geldspritze der Fed im Volumen von 600 Milliarden Dollar. Eine Enttäuschung der Marktateure könnte den Goldpreis auf Talfahrt schicken. Die Tatsache, dass auf dem Parteitag der Republikaner die Wiedereinführung des Goldstandards angedacht wird, wirkte sich bislang nicht aus. An den Finanzmärkten wird dies weniger als realistisches Szenario, sondern eher als „Wahlkampfgetöse“ interpretiert.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 3,60 auf 1.659,40 Dollar pro Feinunze.
Sojabohnen: Nahe am Rekord
Wetterbedingte Sorgen um die Ernteerträge bei Soja lassen den Preis für Sojabohnen nahe am Rekordpreis verharren.
Vor allem asiatische Adressen decken sich mit dem Agrarrohstoff ein und ordern wegen der Befürchtung eines sich verknappenden Angebots mehr als üblich. Sojamehl wird vor allem als Futtermittel benötigt und wird daher aufgrund des wachsenden Fleischkonsums der aufstrebenden Nationen – vor allem in China – immer wichtiger. So stehen die Chinesen mittlerweile für 60 Prozent des Sojahandels. Extrem trockenes Wetter in weiten Teilen der Welt dürfte allerdings zu einem Rückgang der Sojaproduktion führen. Der Branchenverband IGC rechnet für das Anfang Oktober startende Erntejahr mit einem Minus von 3,8 Millionen Tonnen, was einem Rückgang um 1,5 Prozent entsprechen würde. Neue Rekordmarken können daher nicht ausgeschlossen werden.
Am Donnerstagvormittag präsentierte sich der Sojapreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Sojabohnen (November) um 7,00 auf 1.746,00 US-Cents pro Scheffel.